„Tag 1: DFB-Fechter in Aktion“ ©Epa_Escrime

Herrenflorett: U20-Weltcup in Aix-en-Provence


Weinheimer Laurenz Rieger bester Deutscher im Einzel, Mannschaft belegt 7. Platz

Laurenz Rieger (Weinheim) setzt sich in seinen ersten Gefechten der KO-Runde gegen den Franzosen Spichiger mit 15:6 und gegen den Italiener Macchi mit 15:12 durch. Auch der Japaner Horibe kommt nicht an Rieger vorbei – er entscheidet das Match 15:12 und zieht in die Top 32 ein. Mit einem knappen 15:14 kann Davide Lorenzoni aus Japan (später Platz 7) das nächste Gefecht gegen Rieger für sich entscheiden. Platz 31 am Ende für den Weinheimer und damit bestes DFB-Ergebnis des Tages.

Vier DFB-Fechter kämpfen sich in die Hauptrunde der letzten 64:

Tom-Florin Löhr (Münster) gewinnt nach Freilos in der ersten Runde gegen den Ungarn Mihalyi 15:11. Gegen den Türken Tuncer verpasst er den Einzug unter die Top 32 mit 15:10 und wird 37.

Nils Alexander Fabinger (Moers), auch er mit einem Freilos in der ersten Runde, gewinnt gegen den Franzosen Carasena mit 15:13. Er muss sich dem später auf Platz sechs platzierten Russen Anton Borodachev mit 15:8 geschlagen geben und erreicht den 50. Platz.

Bastian Kappus (Tauberbischofsheim), nach Freilos und dem anschließenden Sieg (15:13) gegen den Amerikaner Chen, unterliegt dem Russen Sherstnev mit 15:10 und wird am Ende 58.

Nils Michael Schramm (Bonn), gewinnt nach Freilos gegen den Israeli Goren mit 15:14. Nach der anschließenden Niederlage 15:12 gegen Lim aus Singapur erreicht er Platz 59.

Die weiteren Starter des DFB setzen sich nicht bis in die Runde der letzten 64 durch.

Richard Junghanns, Bundestrainer Herrenflorett Nachwuchs, zu den Ergebnissen im Einzelwettbewerb: „Es war ein kleiner Schritt nach vorn, da wir diesmal 5 Fechter im 64er hatten. Nach wie vor sind die ersten KO‘s mit machbaren Gegnern ein unerwartetes Problem für uns, das müssen wir dringend verbessern. Mit teils guten Runden verschaffen wir uns gute Ausgangspositionen und nutzen diese nicht. Das ist absolut mangelhaft im Moment. Laurenz hätte den Sprung ins Achtelfinale schaffen können, setzte leider die letzte Aktion bei 14:14 vorbei, das ist Pech. Nils Schramm hat sich am Ende der Runde verletzt und sich mit großem Kampf durchs KO gekämpft. Nils Fabinger hat sich wie Bastian Kappus wie in London stabil ins 64er gekämpft, da erwarten wir von Fabinger den nächsten Schritt. Bastian Kappus´ Leistung als Kadett war absolut zufriedenstellend. Tom Löhr hat in Aix-en-Provence überzeugt und dann gegen Menkur zu spät ins Gefecht gefunden – aber auch hier ist der Schritt unter die letzten 32 möglich. Zwei Fechter, die in der Vorrunde ausscheiden ist zu viel, das haben wir schon besser gemacht.“

Am Sonntag treten Nils Alexander Fabinger, Laurenz Rieger, Tom-Florin Löhr und Arwen Borowiak (Tauberbischofsheim) im Team-Wettbewerb an. Nach einem Sieg gegen die Niederlande (45:40) gelingt der Sprung ins Halbfinale nicht: Gegen Russland verlieren die Jungs relativ deutlich mit 45:28 und werden Siebter.

Junghanns setzt die Ergebnisse in einen Kontext: „Wir sollten mit Platz 7 zufrieden sein. Gegen Holland haben wir uns zwar letztendlich durchgesetzt aber nach nervösem Beginn war es knapper als unbedingt nötig. Aber der Einzug ins Viertelfinale war alles in allem das Minimal-Ziel und wurde erreicht. Gegen Russland haben wir im Moment keine Chance, da müsste viel zusammenlaufen und wir in absoluter Bestbesetzung antreten und sich das Team noch weiterentwickeln. Ich bin zuversichtlich, dass das mittelfristig gelingen wird, aber im Moment ist Russland noch eine Nummer zu groß. Dennoch haben sich die Jungs gut verkauft. In den Platzierungsgefechten gegen Japan haben wir uns leider etwas überpowern lassen und sind mit dem Rhythmus der Japaner nicht zurechtgekommen“. Im Anschluss um Platz 7 gegen Ägypten haben wir uns eine hohe Führung (17:6) heraus gefochten bevor Ägypten verletzungsbedingt aufgeben musste. Platz 7 ist insgesamt kein sehr gutes, aber ein gutes Resultat für uns im Moment.“