Japans Team dominiert Händel-Cup in Halle

Fotos: Olaf Wolf

Die japanische Jugendauswahl hat beim „14. Internationalen Händel-Cup der Saalesparkasse Halle“, seines Zeichens Cadet-Circuit des Europäischen Fechtverbandes EFC, mit zwei Titeln ihre Dominanz unter Beweis gestellt. Sowohl in der Einzelentscheidung, als auch im Mannschafts-Wettbewerb sicherte sich die Delegation aus dem „Reich der aufgehenden Sonne“ den Gesamtsieg.

227 Starter aus 24 Nationen hatten Samstagvormittag in der Sporthalle Brandberge den Kampf um die begehrten Podiumsplätze beim halleschen Traditions-Turnier aufgenommen, dass den Japaner Julien Gottschalk am Ende als strahlenden Sieger sah. Er setzte sich im Finale gegen den Italiener Filippo Quagliotto am Ende deutlich mit 15:5 durch. Sein Team-Kollege Kazuki Iimura und der Franzose Julien Eberhardt teilten sich den 3. Platz im Gesamtklassement. Neben dem japanischen Team demonstrierten die Franzosen ihre Stärke, waren nicht weniger als sechs Mal in den Top Ten vertreten.

Für die deutschen Vertreter, deren zwei stärkste Starter Kerem Ercan und Markus Praus fehlten, war spätestens im Tableau der letzten 32 Schluss. Für die beste deutsche Platzierung sorgte in der Saalestadt Korbinian Koller vom KTF Luitpold München, der sich dem Franzosen Hugo Soulier mit 13:15 geschlagen geben musste. Bastian Kappus vom FC Tauberbischofsheim unterlag an gleicher Stelle dem späteren Gesamt-Dritten Julien Eberhardt mit 12:15, sein Vereinskamerad Paul-Luca Faul musste sich hier Esteban Peressini (Frankreich) mit 7:15 beugen. „Das war ein sehr stark besetztes Turnier hier in Halle“, meint Nachwuchsbundestrainer Kostas Lymberpoulous später. „Auch wenn die zwei Stärksten gefehlt haben, können wir nicht wirklich mit dem Abschneiden unserer Jungs zufrieden sein. Wir müssen fleißig weiterarbeiten, uns deutlich steigern“, ergänzt er.

Erfreut war Kostas Lymberpoulous auf jeden Fall über das Abschneiden der deutschen Fechter im Team-Wettbewerb. Die Mannschaft Deutschland III in der Besetzung Tom-Florian Löhr (Burgsteinfurt), Nils Fabinger (Moers), Laurenz Rieger (Weinheim) und Noah Braun (Bonn) verpasste mit Platz vier nur knapp den Sprung auf das Podium. Nach einem klaren 45:17-Auftaktsieg gegen Lettland setzten sich die vier anschließend gegen das Team Niederlande mit 45:32 durch und stand damit in der Finalrunde. Dort gewannen sie mit einem knappen, aber verdienten 45:44 gegen Italien, trafen im folgenden Halbfinale auf den späteren Gesamtsieger Japan, denen sie mit 39:45 unterlagen. Rumänien hatte im Kampf um Platz drei am Ende das bessere Händchen, sicherte sich durch ein 45:33 Bronze.

33 Mannschaften waren auf jeden Fall eine große Herausforderung“, so Kostas Lymberpoulous. „Unsere Jungs haben das gut gemacht. Vielleicht war am Ende ein wenig die Luft raus. Aber der vierte Platz geht Angesichts der starken Beteiligung in Ordnung“, fügt er hinzu. An die Gastgeber gerichtet erklärt Kostas Lymberpoulous: „Es hat uns natürlich sehr gefreut, dass die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr hoch waren. Fast 230 im Einzel, dazu 33 Team, dass kann sich sehen lassen und spricht für die Gastgeber. Die haben wie immer ein perfekt organisiertes Turnier mit einer wunderbaren Wettkampfstätte und hervorragenden Bedingungen geboten“.

Die Mannschaft Japan II gewann das abschließende Finale gegen Polen deutlich mit 45:25 und sicherte sich damit innerhalb von 24 Stunden den zweiten Titel in Halle.

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