JEM Plovdiv: Drei Finalrunden-Platzierungen am Abschlusstag

Die Säbel-Herren – und Florett-Damen als Fünfte, die Degen-Damen auf Position acht, das deutsche Junioren-Team hat sich mit guten Ergebnissen am letzten Wettkampftag von der Junioren-EM in Plovdiv verabschiedet.

Fotos: Andrea Trifiletti

Wir waren nah am Halbfinale dran“, berichtet Junioren-Bundestrainer Dan Costache über die Entscheidung im Herrensäbel aus deutscher Sicht. Seine Jungs hatten sich im Auftaktkampf gegen Rumänien mit 45:40 durchgesetzt, standen im Viertelfinale Frankreich gegenüber. „Zunächst hat alles gepasst, dann haben wir allerdings einige taktische Fehler gemacht. Das haben die Franzosen sofort ausgenutzt. Damit war der Kampf nicht mehr zu drehen“, so Costache weiter. Doch Raoul Bonah, Luis Bonah, Simon Kempf (alle Dormagen) und Simon Rapp (Eislingen) zeigten Moral, gewannen die zwei folgenden Platzierungsgefechte. Weißrussland wurde mit 45:41 bezwungen, Ungarn im abschließenden Kampf um Platz fünf mit 45:31 deklassiert. „Dennoch haben wir uns weiterentwickelt, sind deutlich stärker geworden. Wir werden uns jetzt nach einer kurzen Verschnaufpause auf die Junioren-WM vorbereiten und dort alles geben“, sagt Dan Costache abschließend.

Italien hatte im Finale die Nase vorn, setzte sich gegen Russland mit 45:44 durch und sicherte sich damit den Titel im Herrensäbel.

Im Damenflorett starteten Leonie Ebert (Tauberbischofsheim), Szofia Posgay (Stuttgart), Julia Braun (Bonn) und Sophia Werner (Berlin) mit einem 45:38-Sieg gegen Weißrussland in das Turnier. Ungarn ging im Viertelfinale als Sieger von der Bahn, gewann das Match gegen die Deutschen mit 44:39. Ähnlich wie auch die Säbel-Herren zeigten die vier jungen Florettfechterinnen Kampfgeist, blieben in den Platzierungskämpfen ungeschlagen. Die Ukraine ließen sie mit 45:41 hinter sich, Frankreich verlor gegen das deutsche Quartett mit 39:40. „Der fünfte Platz ist aller Ehren wert. Die Mädchen haben nicht aufgegeben, sind nach der Niederlage nicht eingebrochen. Daher können sie mit dem Ergebnis zufrieden sein“, blickt Delegationsleiter Olaf Kawald auf den Wettkampftag im Damenflorett zurück.

Russland sicherte sich in dieser Waffe den JEM- Titel, bezwang Polen im Finale mit 38:35.

Auch für die Degen-Damen lief zunächst alles nach Plan. Spanien wurde im Achtelfinale mit 45:38 besiegt. Bis zum Schluss offen war der Viertelfinal-Kampf gegen Polen. Ein Treffer fehlte am Ende Sophia Weitbrecht, Vanessa Riedmüller (beide Heidenheim), Kim Treudt-Gösser (Solingen) und Karina Mantai (Tauberbischofsheim) zum Einzug in das Halbfinale. Den setzten die Polinnen, gewannen das Gefecht mit 38:37. „Das war bitter. Ein Treffer hat den Mädchen gefehlt. Und dann war irgendwie der Wurm drin“, informiert Olaf Kawald. Im ersten Platzierungskampf war es wieder nur ein Treffer, der den Deutschen fehlte. Ungarn gewann mit 32:31. Nicht anders die Situation im abschließenden Gefecht um Platz sieben. Estland setzte sich mit nur einem Treffer Vorsprung mit 21:20 durch, verwies damit das deutsche Team auf Position acht.

Der Titel des Junioren-Europameisters im Damendegen ging an Italien, die Frankreich mit 35:34 besiegten.

Die Platzierungen:

JEM Plovdiv –Herrensäbel Mannschaft (14 Teams): 1. Italien, 2. Russland, 3. Frankreich, 4. Polen, 5. Deutschland, 6. Ungarn, 7. Großbritannien, 8. Weißrussland

JEM Plovdiv – Damenflorett Mannschaft (13 Teams): 1. Russland, 2. Polen, 3. Italien, 4. Ungarn, 5. Deutschland, 6. Frankreich, 7. Ukraine, 8. Großbritannien

JEM Plovdiv – Damendegen Mannschaft (18 Teams): 1. Italien, 2. Frankreich, 3. Polen, 4. Russland, 5. Ungarn, 6. Israel, 7. Estland, 8. Deutschland