JEM Sotschi: Lisa Gette sorgt für zweites Edelmetall

Lisa Gette aus Künzelsau hat mit Bronze bei den Junioren-Europameisterschaften in Sotschi für das nächste deutsche Edelmetall gesorgt. Team-Kollegin Larissa Eifler (Dormagen) überzeugte im gleichen Wettbewerb mit Rang sechs. In der Herrenflorett-Entscheidung waren die deutschen Vertreter um einiges von den Podestplatzierungen entfernt.

Fotos: Augusto Bizzi

Von einem in jedem Fall sehr erfolgreichen Tag sprach später Junioren-Bundestrainer Vadim Shturbabin. „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Zwei Finalteilnehmerinnen, eine Fechterin unter den letzten 16, das kann sich mehr als sehen lassen“, fügt er hinzu.

Souverän hatten sich die Deutschen Säbelspezialistinnen, zu ihnen gesellten sich noch Julika Funke und Madeleine Becker (beide Künzelsau), für die Hauptrunde qualifiziert. Madelaine Becker musste sich hier der Konkurrenz beugen, unterlag frühzeitig. Das verbliebene Trio machte es besser, marschierte zielgerichtet bis in das Achtelfinale. Für Julika Funke kam hier gegen die Ungarin Liza Pusztai das Aus, die mit 15:10 die Oberhand behielt. Lisa Gette und Larissa Eifler gewannen ihre K.O.-Gefechte, standen damit in der Finalrunde. Maria Ventura (Spanien) hatte im Viertelfinalkampf das glücklichere Händchen, setzte sich gegen Larissa Eifler mit 15:7 durch, die am Ende den sechsten Platz belegte.

Lisa Gette ließ dagegen im Viertelfinale nichts anbrennen, gewann gegen die Britin Caitlin Maxwell deutlich mit 15:8, hatte damit einen Podiumsplatz erreicht. Die Funke-Bezwingerin Liza Pusztai verhinderte dann mit ihrem Halbfinalsieg gegen Lisa Gette deren Einzug in das Finale, gewann mit 15:11 gegen die 17-jährige vom FC Würth Künzelsau.

Ich freue mich über die Medaille von Lisa. Sie hat hier einen tollen Turniertag abgeliefert, von Beginn an überzeugt“, sagt Vadim Shturbabin. „Für Larissa war sogar eine Medaille in Reichweite. Schade, dass es nicht geklappt hat. Und auch Julika war nah dran. Insgesamt konnten wir uns als Disziplin sehr gut in Szene setzen“, erklärt er weiter.

Alina Mikhailova aus Russland sicherte sich durch ein 15:8 gegen Liza Pusztai den Titel der Junioren-Europameisterin im Damensäbel.

In der Herrenflorett-Entscheidung konnten die deutschen Vertreter nicht in die Podiumsvergabe eingreifen. Zwar erreichten Leonardo Pichler, Luis Klein, Max Tiemann und Tom Gombos nach überstandener Vorrunde das Tableau der letzten 32, schieden in dieser Runde nach Niederlagen allerdings vorzeitig aus. „Das Ausscheiden von allen vier Fechtern im 32er ist schade. Sicher hätte der eine oder andere den Sprung unter die besten 16 schaffen können, aber es sollte nicht sein“, so das Statement von Markus Hartelt zur Herrenflorett-Entscheidung.

Sieger wurde Kirill Borodachev aus Russland, der sich im Finale gegen Davide Filippi aus Italien mit 15:10 durchsetzte.

Die Platzierungen:

JEM Sotschi – Damensäbel (53 Teilnehmerinnen) 1. Alina Mikhailova (Russland), 2. Liza Pusztai (Ungarn), 3. Lisa Gette (FC Würth Künzelsau), 3. Aylin Cakir (Türkei), 5. Caroline Queroli (Frankreich), 6. Larissa Eifler (TSV Bayer Dormagen), 7. Sarah Noutcha (Frankreich), 8. Caitlin Maxwell (Großbritannien), 14.Julika Funke (FC Würth Künzelsau), 39. Madeleine Becker (FC Würth Künzelsau)

JEM Sotschi – Herrenflorett (76 Teilnehmer): 1. Kirill Borodachev (Russland), 2. Davide Filippi (Italien), 3. Daniel Giacon (Niederlande), 3. Roger Wallerrand (Frankreich), 5. Matteo Claudio Resegotti (Italien), 6. Pietro Velluti Franzi (Italien), 7. Grigori Semenyuk (Russland), 8. Anton Borodachev (Russland), 22. Leonardo Pichler (OSC Potsdam), 24. Luis Klein (TSG Weinheim), 26. Max Tiemann (Fencing Team Bocholt), 27. Tom Gombos (FC Tauberbischofsheim)