Junioren-EM: Bronze für das Damenflorett-Team


Mannschaft holt Bronze, Aliya Dhuique-Hein wird 9. im Einzel

Nach bereits erfreulichen Ergebnissen im Einzel - Aliya Dhuique-Hein (Tauberbischofsheim) wird 9. – erkämpft sich die Mannschaft am letzten Tag der EM die Bronzemedaille.

Dhuique-Hein schlägt zunächst Anca Saveanu aus Rumänien mit 15:9. Gegen Hanna Andreyenka aus Weißrussland hat sie kein Rezept und verliert 15:6. Carlotta Morandi (Berlin) und Luca Sarah Holland-Cunz (Weinheim) schaffen es ins Tableau der letzten 32 und werden 22. und 26. Celia Hohenadel (Weinheim) kommt auf Platz 36.

Das Team ist heiß, nachdem die zwei Kadettinnen Holland-Cunz und Hohenadel schon knapp an der Medaille vorbei gerutscht sind. Im Gefecht der letzten acht müssen sie die Ukraine besiegen, um im Rennen um die Medaillen dabei zu bleiben. Nach anfänglicher Führung des deutschen Teams wird das Match zum Ende hin zum Krimi: zweimal gleichen die Ukrainerinnen aus, Aliya Dhuique-Hein übernimmt das letzte Gefecht bei 34:34 und beweist starke Nerven. Im Sudden Death gelingt ihr der entscheidende Punkt, Deutschland zieht mit 43:42 ins Halbfinale ein. Dort werden sie von den Italienerinnen mit 45:35 gestoppt und treffen im Gefecht um Bronze auf Polen. Diesmal lassen sie nichts anbrennen und holen sich mit einem überlegenen 45:24 den dritten Platz bei der EM.

Nachwuchs-Bundestrainer Simone Cappelletto ist mehr als zufrieden: „Natürlich freue ich mich sehr über die Bronzemedaille, denn das ist der Beweis dafür, dass die guten Ergebnisse der Saison nicht zufällig erzielt wurden. Wir waren heute an Platz drei gesetzt und treffen direkt auf die Ukrainerinnen, die wirklich ein starkes Team sind. Es war ein hartes Match aber wir haben Geduld gezeigt und im Sudden Death gewonnen. Ich muss sagen, ich bin wirklich glücklich, weil alle Mädchen konzentriert und positiv waren und immer bereit, sich gegenseitig zu helfen.“ Stolz war er natürlich auch: „Das Halbfinale gegen Italien hat mich stolz auf die Mädchen gemacht, wir waren bis zum letzten Gefecht auf gleichem Niveau mit den Italienerinnen. Das bedeutet, dass wir absolut wettbewerbsfähig sind und mit allen Nationen mithalten können. Das Gefecht um Bronze war dann einfach unglaublich, besonders für eine so junge Mannschaft mit zwei Kadettinnen dabei. Diese Leistung macht mich optimistisch für die bevorstehende Weltmeisterschaft!“

Die Siegerinnen aus Porec:

Einzel:

1. Platz: Martina Favaretto (Italien)

2. Platz: Vittoria Ciampalini (Italien)

3. Platz: Emilia Corbu (Rumänien) und Maria-Eleni Chaldaiou (Griechenland)

 

Team:

1. Platz: Russland

2. Platz: Italien

3. Platz: Deutschland