Junioren-EM: Damendegen Einzel und Team


Zittel und Löhr in den Top16, Mannschaft wird 15.

Die Degen-Damen warten am zweiten Tag der Junioren-EM mit einer kleinen Überraschung auf: Noch-Kadettin Alexandra Zittel (Heidenheim) wurde erneut beste Deutsche mit Platz 11, Lisa-Marie Löhr (Solingen) kämpft sich ebenfalls in die Runde der letzten 16 vor.

Zittel, nach der Vorrunde auf Platz 6 gesetzt, gewinnt ihr erstes K.O. gegen die Spanierin Alicia Torrego mit 15:8. Gegen die Schweizerin Anne-Clemence Piveteau gewinnt sie ebenfalls (15:13) und zieht damit ins Achtelfinale ein. Emma Borsody aus Ungarn macht es ihr dort schwer, Zittel verliert knapp mit 15:13 und wird nach Platz 12 bei den Kadetten jetzt 11. bei den Junioren.

Löhr muss zu Beginn zittern. Nach einer schwachen Vorrunde kommt sie als 58. weiter und trifft in ihrem ersten K.O. auf die deutlich besser gesetzte Zofia Janelli aus Polen. Doch Löhr ist gut drauf an dem Tag, wie auch Nachwuchs-Bundestrainer Mariusz Stzralka meint. Sie gewinnt 15:9 gegen die Polin und danach 15:10 gegen Karoliine Loit aus Estland – Achtelfinale für Löhr. Dort ist ihre Gegnerin ausgerechnet die spätere Europameisterin Veronika Bieleszova aus Tschechien. Sie schlägt sich gut, verliert 15:10 und wird am Ende 16.

„Das war eine gute Leistung der beiden Mädchen. Ich habe eigentlich gar nicht damit gerechnet. Aber so, wie sie heute gefochten haben, hatten beide Chancen auf die Top8. Lisa hat gegen die Europameisterin verloren, was absolut OK ist und Alexandra steckt schon die Kadetten-EM in den Knochen“, meint Stzralka anerkennend. Viktoria Hilbrig und Giulia Albrecht (beide Heidenheim) kommen auf die Plätze 39 und 66.

Mit den Ergebnissen im Einzel sei er zufrieden, wenngleich die beiden anderen Starterinnen unter ihren Möglichkeiten geblieben seien.

Mit der Mannschaft hatten die Vier sich viel vorgenommen, „sie waren gut vorbereitet“, meint der Bundestrainer. Doch in ihrem ersten Gefecht gegen Israel flattern nach langer Führung plötzlich die Nerven des Teams und sie verlieren das Match zum Ende hin mit 45:39. In den Platzierungsgefechten müssen sie sich auch Spanien (45:40) und Schweden (45:30) geschlagen geben. Mehr als um die Ehre geht es im letzten Gefecht gegen die Türkei nicht mehr: mit 45:28 sichert die Mannschaft zumindest Rang 15. „Das war kein guter Tag“, meint Stzralka. „Die Mannschaft war instabil und unkonzentriert. Dabei wäre Top8 drin gewesen! Vielleicht war der Druck zu hoch, die Mädchen wirkten zum Teil sehr nervös. Das ist jetzt wirklich bitter für uns alle. Wir werden uns jetzt intensiv auf Salt Lake City vorbereiten.“

Die Siegerinnen aus Porec:

Einzel:

1. Platz: Veronika Bieleszova (Tschechien)

2. Platz: Lili Buki (Ungarn)

3. Platz: Eszter Muhari (Ungarn) und Gaia Traditi (Italien)

 

Team:

1. Platz: Russland

2. Platz: Polen

3. Platz: Ungarn