Junioren-EM: Herrenflorett Einzel und Team


Nils Alexander Fabinger wird 12. im Einzel, Mannschaft kommt auf Platz 7

Die Florett-Herren zeigen im Einzel durchaus gute Ergebnisse in Porec: bester Deutscher wird Nils Alexander Fabinger (Moers) mit Platz 12. Die Mannschaft kann sich am vorletzten Tag der EM Platz sieben sichern.

Fabinger gewinnt nach bereits guter Vorrundenleistung gegen den Spanier Fernandez Hernandez mit 15:13 und danach gegen den Briten Cameron Evans überlegen mit 15:5. Sein 16er K.O.-Gefecht verliert er gegen Jonas Winterberg-Poulsen aus Dänemark mit 15:9 und wird 12. im Endklassement.

Arwen Borowiak (Tauberbischofsheim) gewinnt gegen den Dänen Lang zunächst mit 15:8, verliert im 32er K.O. dann allerdings gegen Isaac Jolley aus Großbritannien mit 15:11 – Platz 24 für ihn am Ende. Direkt hinter ihm reiht sich Bastian Kappus (Tauberbischofsheim) ein. Kappus, der bereits die Kadetten-EM gefochten hat, zeigt eine gute Vorrunde, trifft im 1. K.O. aber undankbar auf seinen Weinheimer Teamkamerad Moritz Renner, den er mit 15:13 schlägt. Sein nächstes Gefecht verliert er gegen den Italiener Di Tommaso mit 15:12. Renner wird 42.

Nachwuchs-Bundestrainer Richard Junghanns vorweg über seine Truppe: „Wir sind mit einer jungen Mannschaft angereist: Basti Kappus ist noch Kadett, Nils und Arwen sind in ihrem ersten Junioren-Jahr. Moritz kam nach langer Verletzungspause zurück, die EM war direkt sein erstes großes Turnier nach seiner Rückkehr.“ Die Ergebnisse aus dem Einzel bewertet er dann aber auch: „Nils hat sehr gut gefochten, gewinnt seine zwei ersten K.O.s souverän. Auch im 16er bleibt er dran und zeigt guten Kampfgeist. Er hat sich sehr gut verkauft, Platz 12 ist ein tolles Ergebnis für ihn – das macht Lust auf die Weltmeisterschaften.
Auch Arwen hat das prima gemacht. Er schlägt in einem taktisch sehr clever geführten Gefecht einen starken Dänen im 64er K.O., verliert dann gegen einen Briten, der sehr unangenehm zu fechten ist. Trotzdem wäre ein bisschen mehr drin gewesen für ihn, Top16 wäre möglich gewesen.
Basti gegen Moritz im K.O. war natürlich undankbar. Top32 ist jedoch ein gutes Ergebnis für ihn als Kadett. Er hat gegen einen starken Italiener lange mitgehalten und hat sich durchaus Chancen herausgearbeitet, um das Gefecht vielleicht doch noch zu seinen Gunsten zu entscheiden. Nach zwei Wochen in Porec war das in Ordnung für ihn. Für Moritz war es ein bisschen schade, das sollte ihm jetzt aber kein Selbstvertrauen nehmen, wir fahren positiv gestimmt nach Salt Lake City.“

Im Team-Wettbewerb starten die DFB-Jungs gut in den Tag: Mit einem hohen Sieg gegen Spanien (45:19) ziehen sie in die Runde der letzten 8 ein. Da treffen sie auf die späteren Bronze-Gewinner aus Polen, denen sie deutlich mit 45:22 unterliegen. Im Platzierungsgefecht sind es die Ungarn, die das deutsche Quartett mit 45:41 um Platz fünf bringen. Nach dem klaren Sieg gegen die Rumänen (45:30) wird es am Ende Platz 7.

Junghanns kann nach dieser Platzierung nicht zufrieden sein. Besonders das Match gegen Polen lässt er nicht unkommentiert: “Das erste Gefecht gegen Spanien haben wir sehr abgeklärt, sehr souverän gewonnen. Und dann bekommen wir wieder die Polen! Polen ist zwar leicht favorisiert, aber wir hätten eine reelle Chance gehabt. Wir haben die ersten drei Gefechte aber einfach zu hoch verloren, lagen 15:3 hinten, da konnten wir uns nicht noch einmal signifikant heranfechten. Die Polen haben nicht Weltklasse gefochten, aber wir haben einfach überhaupt nicht ins Gefecht gefunden. Das war leider eine herbe Klatsche, das darf uns nicht noch einmal passieren. Aber das haben wir jetzt auch einmal erlebt, da müssen wir jetzt für die WM deutlich gestärkt zurückkommen.“ Auf die Frage nach den Ungarn meint Junghanns knapp: „An denen beißen wir uns jetzt schon zum dritten Mal die Zähne aus. Ärgerlich, dass wir es immer noch nicht hinkriegen, sie mit ihrer unangenehmen Fechtweise zu bezwingen.“ Abschließend dann aber noch versöhnliche Worte des Bundestrainers: „Gegen Rumänien haben wir dann gar keine Probleme gehabt und das Team sicher geschlagen. Damit haben wir das Ergebnis vom letzten Jahr egalisiert. Jetzt ist es unser klares Ziel, unter die besten 8 bei der WM zu kommen, darauf werden wir uns jetzt fokussieren.“

Die Sieger aus Porec:

Einzel:

1. Platz: Kirill Borodachev (Russland)

2. Platz: Anton Borodachev (Russland)

3. Platz: Maciej Bem (Polen) und Marek Totusek (Tschechien)

 

Team:

1. Platz: Russland

2. Platz: Italien

3. Platz: Polen