Bronzemedaillengewinnerin Alexandra Bujdoso (Mitte) umrahmt von der Juniorenweltmesterin Olga Kharlan aus der Ukraine (links) und der zweiten Bronze-Gewinnerin Matylda Ostojska aus Polen.

JWM: Alexandra Bujdoso mit starkem drittem Platz


Säbelfechterin Alexandra Bujdoso (Koblenz) hat am ersten Tag der Junioren-WM in Acireale Rang drei erkämpft. Die 16-jährige, die sich vor 14 Tagen für Peking qualifizierte, unterlag erst im Halbfinale der späteren Weltmeisterin Olga Kharlan 11:15.

„Das war nicht irgendjemand, die Ukrainerin gehört nicht umsonst zur Aktiven-Nationalmannschaft ihres Landes“, betrachtet Bundestrainer Eero Lehmann die Gegnerin von Alexandra. Es war in der jüngsten Vergangenheit ein wenig ruhig um die Koblenzerin geworden. Nach dem entscheidenden Weltcup in Algier hatte sie sich akribisch auf die JWM vorbereitet. „Sie wollte in jedem Fall klarstellen, dass mit ihr zu rechnen ist. Das hat sie heute deutlich unter Beweis gestellt“, so Lehmann weiter. Nach sicherer Vorrunde marschierte sie mit deutlichen Siegen in die Finalrunde. Im Achtelfinale überrannte sie die Russin Julia Gavrilova förmlich und siegte sicher 15:10. Im folgenden Viertelfinal-Gefecht kontrollierte Bujdoso von Beginn an den Kampf und bezwang ihre Kontrahentin Bianca Pascu (Rumänien) letztendlich 15:12. Erst Kharlan, die bereits zum zweiten Mal in Folge den JWM-Titel holte, konnte Alexandra stoppen. Auch Vater und Heimtrainer Imre Bujdoso war mehr als zufrieden: „Alex hat hart gearbeitet und die Medaille mehr als verdient. Der dritte Platz sollte ihr Auftrieb für Peking geben“.

Bundestrainer Lehmann hofft jetzt natürlich darauf, dass in der Mannschaftsentscheidung noch eine Medaille hinzukommt.

Den beiden anderen deutschen Startern blieb eine Finalplatzierung am heutigen Tag verwehrt. Anna Limbach (Dormagen) belegte nach einer 13:15 Niederlage gegen Elena Munteanu (Rumänien) im 32-Tableau Platz 24. Margrita Tschomakov (Bonn) verlor in der gleichen Runde gegen Anna Varhelyi (Ungarn) und platzierte sich auf Position 30 in der Endabrechnung.

Weltmeisterin Olga Kharlan setzte sich im Finale gegen die Chinesin Chen Xiaodong mit 15:13 durch. Erwähnenswert sicher auch, dass einige der Top-Favoritinnen den Sprung in die Finalrunde verpassten. Jenes Schicksal ereilte u.a. Rebecca Ward und Dagmara Wozniak (beide USA), Irene Vecchi (Italien) und Caroline Vloka (USA).

Im Herrenflorett konnten die deutschen Vertreter dagegen keine Akzente setzen. Marius Braun (Klarenthal), Fabian Herzberg (Bochum) und Phil Eschrich (Tauberbischofsheim) schieden bereits in der Runde der letzten 64 aus. Weltmeister wurde hier Suguru Awaji (Japan), der sich im Finale gegen Tommaso Lari (Italien) mit 15:11 durchsetzen konnte.

Die jeweils dritten Plätze sicherten sich Alaa El Din el Sayed (Ägypten) und Dmitry Zherebchenko (Russland).

Die Platzierungen:

Damensäbel:

1. Olga Kharlan (Ukraine) 2. Chen Xiaodong (China) 3. Alexandra Bujdoso (Koblenz) 3. Matylda Ostojska (Polen) 5. Zhu Min (China) 6. Rosella Gregorio (Italien) 7. Binaca Pascu (Rumänien) 8. Veronika Danilova (Russland) 24. Anna Limbach (Dormagen) 30. Margrita Tschomakov (Bonn)

Herrenflorett:

1. Suguru Awaji (Japan) 2. Tommaso Lari (Italien) 3. Alaa El Din el Sayed (Ägypten) 3. Dmitry Zherebchenko (Russland) 5. Gerek Meinhardt (USA) 6. Artur Akhmatkhuzin (Russland) 7. Pawel Osmanski (Polen) 8. Tobia Biondo (Italien) 33. Marius Braun (Klarenthal) 60. Fabian Herzberg (Bochum) 64. Phil Eschrich (Tauberbischofsheim)