Kampfrichter und Wettkampfmanager Uwe Neder verstorben


Der Offenbacher Kampfrichter und Wettkampfmanager Uwe Neder ist am Dienstagabend überraschend verstorben.

"Wir sind unendlich traurig. Wir verlieren einen positiven und sehr engagierten Freund und Kollegen, der unseren schönen Fechtsport unterstützt und immer positiv präsentiert hat", sagt Sportdirektor Sven Ressel.

Uwe Neder, der als „Fecht-Vater“ seine Töchter bei Wettkämpfen begleitete, wurde es dabei schnell zu langweilig und er begann 2001 mit seiner Kampfrichterausbildung. Mentor war der sehr erfolgreiche Vereinstrainer des Fecht-Clubs Offenbach Miklos Bodoczi, dies erzählte er 2014 der Offenbach Post. Als ehemaliger Fußball-Torwart, sei er nicht so lauffreudig und daher wäre der aktive Fechtsport auch nichts für ihn, antwortete er auf die Frage, ob die Planche nicht eher was für ihn gewesen wäre.

2015 jurierte er bei den Military World Games in Südkorea und sein großes Ziel war es, als Kampfrichter an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Der 54-jährige entwickelte sich zu einem erfolgreichen nationalen und internationalen Kampfrichter. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen wurde Uwe Neder im Jahre 2016 zum Kampfrichter des Jahres vom Deutschen Fechter-Bund ausgezeichnet. Dies blieb auch in Offenbach nicht unbemerkt und er bekam 2017 die Sportplakette der Stadt verliehen.

Trotz seiner zahlreichen Kampfrichtereinsätze fand er auch Zeit, sich ehrenamtlich in seinem Heimatverein und als Wettkampfmanager in den Degendisziplinen zu engagieren. Die Fechterinnen, Fechter, Trainer, Kampfrichterkollegen und Wettkampfmanager erinnern sich sehr gerne an diese überaus faire und empathische Persönlichkeit. Er war „Vollblut-Offenbacher“. Sein hessischer Dialekt hatte fast Kultstatus. Er war immer gut gelaunt und er hatte stets einen positiven Spruch auf Lager. Der deutschen Fechtwelt wird er sehr fehlen.

Der DFB spricht seiner Familie und seinen Angehörigen sein Beileid und Mitgefühl aus. Wir werden ihn immer in ehrendem Gedenken behalten.