Keine Medaille bei ersten Team-Entscheidungen


Die Teamwettbewerbe starteten mit den Disziplinen Herrensäbel, Herrendegen und Damenflorett. Ein Auftakt ohne Edelmetall.

Im Herrensäbel trafen Hauptfeldwebel Björn Hübner, Stabsunteroffizier Richard Hübers und Gefreiter Lorenz Kempf in ihrem Auftaktmatch auf die ukrainische Mannschaft, die nahezu mit ihrem kompletten A-Team an den Start ging. Bereits ab den ersten Gefechten lief das Team einem Rückstand hinterher, den die deutschen Fechter bis zum Ende nicht mehr aufholen konnten. Sie unterlagen mit 39:45 und belegten damit Platz sechs. „Wir haben heute einfach zu viele unnötige Fehler gemacht und unsere Aktionen nicht sauber und konsequent gefochten. Damit kann man gegen eine so starke Mannschaft einfach nicht gewinnen“, sagte Richard Hübers.
Im Herrendegen musste die im Vergleich zu den anderen Teams eher unkonventionelle deutsche Mannschaft gegen das Team aus Schweden bestehen. Hauptgefreiter Rico Braun, Hauptmann Rainer Schünke und Hauptgefreiter Alexander Kahl dominierten diesen Mannschaftskampf im 16er Tableau von Beginn an und legten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg hin (45:33). Im darauffolgenden Match um den Einzug ins Halbfinale trafen die drei auf das nicht zu unterschätzende Team aus Russland. Der Gefechtsverlauf gestaltete sich sehr ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Deutschland. Nach dem Führungswechsel im vorletzten Gefecht schaffte Hauptgefreiter Braun mit seinem beherzten Einsatz, die Russen um Pavel Sukhov im Sudden Death mit 43:42 zu besiegen. Das anschließende Halbfinale gegen Polen und der Kampf um Bronze gegen Frankreich gingen mit 35:43 sowie 34:45 klar verloren. In der Endabrechnung erreichten sie einen ausgezeichneten 4. Platz. "Die Jungs haben eine prima Leistung gezeigt und super miteinander harmoniert. Vor allem Alex hat mit einer gelungenen Umstellung seines Fechtstils auf die ihm gänzlich unbekannte Waffe überzeugt. Für die beiden letzten Gefechte war abzusehen, dass wir es sehr schwer haben werden. Dass wir Russland geschlagen haben und der 4. Platz sind für dieses "Mixed-Team" aller Ehren wert“, sagte Delegationsleiter Hauptmann Uli Döring.


Im Damenflorett stellten sich Stabsunteroffizierin Anne Sauer und die beiden Hauptgefreiten Leonie Ebert und Kim Kirschen der Konkurrenz. Das Team bekam es in ihrem ersten Mannschaftskampf mit Italien zu tun. Unter den Anweisungen des Junioren-Bundestrainers Simone Cappelletto fing sich das Team nach einem etwas holprigen Start und brachte das Gefecht mit 45:36 sicher nach Hause. Im anschließenden Halbfinale trafen die Sportsoldatinnen auf die komplette russische A-Nationalmannschaft um Olympiasiegerin Inna Deriglazova. Während der ersten sechs Gefechte konnte die deutsche Mannschaft bis zum Stand von 26:29 gut mithalten. Im letzten Durchlauf machten die Russinnen dann leider ernst und zogen auf 45:37 davon. Beim abschließenden Kampf um Platz drei kamen die deutschen Fechterinnen gegen die gastgebende Équipe Tricolore nicht ins Gefecht und verloren mit 22:45. „Der vierte Platz ist immer besonders hart, aber die Fechterinnen haben heute gut gekämpft. Gegen Russland haben sie eine starke Leistung gezeigt, die ihnen die Kraft für das Bronze-Match genommen hat“, sagte Cappelletto.