Keine Teilnahme des DFB bei KWM/JWM


Corona macht Strich durch die Rechnung: Der DFB schickt keine Athletinnen und Athleten zur KWM und JWM nach Kairo

Vor etwas mehr als einer Woche beschloss die F.I.E. im Rahmen einer Sitzung der Exekutive (COMEX) die Ausrichtung der Kadetten- und Junioren-Weltmeisterschaften, die in Kairo (Ägypten) vom 3. bis 11. April 2021 stattfinden sollen.

Nach dieser Ankündigung hat sich Präsidium gemeinsam mit der sportlichen Leitung und weiteren Gremien intensiv beraten und die aktuelle Situation der weltweiten COVID-19 Pandemie geprüft und auch die Rahmenbedingungen, die bei diesen Weltmeisterschaften geboten werden (sollen), analysiert.

In enger Abstimmung mit der medizinischen Kommission des Deutschen Fechter-Bundes, die keine Teilnahmeempfehlung aussprechen kann, ist der DFB nun zu dem Entschluss gekommen, keine Fechterinnen und Fechter nach Kairo zu entsenden. Dabei wurde zunächst auch in einem Szenario überlegt, zumindest den volljährigen Athletinnen und Athleten diesen internationalen Wettkampfhöhepunkt zu ermöglichen. Da ein Infektionsrisiko nicht vollends auszuschließen ist, wird der DFB – auch für nur wenige Athletinnen und Athleten – eine Teilnahme in Kairo nicht verantworten.

Wir bedauern es sehr, dass nach dem Wegfall der KWM/JWM 2020 (Salt Lake City/USA) ein weiterer internationaler Wettkampfhöhepunkt nicht besucht werden kann. Für einige Fechterinnen und Fechter wäre das sicherlich die einmalige Chance gewesen, ein solches Event zu erleben – auch, da es ggf. aufgrund des Jahrgangs die letzte Teilnahme vor dem Sprung zu den Aktiven gewesen wäre.

Gegenwärtig konnten nur die DFB-Bundeskaderathletinnen und -athleten einigermaßen umfangreich in den letzten Wochen und Monaten trainieren. Die meisten Kadettinnen und Kadetten realisierten aufgrund existierender Corona-Beschränkungen kaum Trainingseinheiten in ihren Vereinen. Daher hat der DFB ein nationales Wettkampfkonzept aufgelegt, das stufenweise den Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb ermöglichen soll. Am kommenden Wochenende nehmen erstmals NK2-Athletinnen und -Athleten an den Degen German Masters B-Series in Bonn teil; die anderen Waffen folgen kurz darauf.

Sobald wir uns national wieder in Richtung eines normalen Wettkampfgeschehens bewegen und auch im Ausland für die vor allem jüngeren Sportlerinnen und Sportler ein ausreichender Gesundheitsschutz nachweisbar ist, sind internationale Maßnahmen wieder sinnvoll und werden unmittelbar eingeplant.