Letzter Tag der Miltär-WM


Auch am letzten Tag der Militär-Weltmeisterschaften in Nancy gab es leider wieder nur die Holzmedaille.

Für das deutsche Team stand mit dem Herrenflorett die letzte Entscheidung auf dem WM-Programm. Die Mannschaft mit dem Vize-Militärweltmeister Hauptgefreiter Benjamin Kleibrink, Stabsunteroffizier André Sanita, Unteroffizier Alexander Kahl und der wieder einsatzbereite Hauptgefreiter Fabian Braun mussten ihren ersten Mannschaftskampf gegen die Auswahl Brasiliens bestreiten. Zunächst mit Rückstand beginnend, drehten sie in der Mitte das Gefecht und gewannen am Ende verdient mit 45:37. Im Halbfinale erging es den Florettspezialisten genau wie ihren Florettkameradinnen, denn auch sie trafen auf die komplette russische A-Nationalmannschaft in der Besetzung Safin, Arslanov und Cheremisinov. Die absehbare Niederlage traf dann auch trotz einiger sehenswerten Aktionen mit einem 23:45 ein. Im Kampf um Bronze wartete die italienische Mannschaft um Lorenzo Nista, die ihr Halbfinale gegen Frankreich verloren hatte. Die drei deutschen Sportsoldaten drehten von Beginn an voll auf und bauten ihre Führung bis zum Ende des siebten Gefechts auf neun Treffer aus. Leider konnten sie diesen Vorsprung nicht bis über die Ziellinie retten und verloren am Ende knapp mit 42:45. 

Am Abend fand die Veranstaltung mit der Closing Ceremony und einem Galaempfang für alle 16 teilnehmenden Nationen im prunkvollen Stadtsaal von Nancy einen würdigen Abschluss.

„Das Ergebnis im Herrenflorett stimmt mich ein wenig traurig. Gegen Russland zu verlieren ist ok. Die Mannschaft hatte sich zum Ziel gesetzt, die Bronzemedaille mit nach Hause zu nehmen. Der Plan wäre auch fast aufgegangen, doch am Ende fehlte einfach der letzte Biss“, resümierte Delegationsleiter Hauptmann Uli Döring. „Was bleibt, ist, dass dieses Turnier für alle unsere Sportsoldatinnen und Sportsoldaten eine sehr gute Gelegenheit bot, abseits von Weltranglistenpunkten und Qualifikationsnormen ohne Druck gegen einige der besten Fechterinnen und Fechter der Welt anzutreten. Dies kann als ein weiteres Puzzleteil für den Weg nach Tokio 2020 dienen. Abschließend bleibt mir noch der Dank für die bereitwillige Unterstützung dieser Bundeswehrveranstaltung durch die drei FIE-Kampfrichter des Deutschen Fechter-Bund, Christian Gasper, Tim Drescher und David Berger, denn ohne sie wäre eine Teilnahme an diesem Event nicht möglich gewesen."