NRW-Nachwuchsfechter auf Shanghai-Reise

Beeindruckende Skyline, ruhige Altstadt, sehr gutes Essen, perfektes Training und ungebrochene Gastfreundschaft: So lautet das Fazit von Léa Krüger, Tom Möller (beide Bayer Dormagen) und Henrike Enders (Lüdenscheider TV) über die Eindrücke ihrer Reise nach Shanghai.

Die drei Nachwuchsfechter waren Teil der insgesamt 15 ausgewählten D-Kader-Fechter aus Nordrhein-Westfalen, die sich in den Sommerferien unter Leitung von Reka Szabo (Leistungssportkoordinatorin für Fechten NRW) und Vilmos Szabo (Bundestrainer Herrensäbel am Stützpunkt Dormagen) auf die Reise nach Shanghai machten.

Die erlebte Gastfreundschaft der Chinesen zeigte sich bereits beim Training: „Die Gastfreundschaft der Chinesen war für mich beeindruckend: Wie selbstverständlich wurde ich in die Trainingsgruppe integriert, obwohl nur zwei der Mädchen, die mit mir trainierten, ein bisschen Englisch sprachen. Die Chinesen freuten sich einfach, dass wir da waren“, kommentierte Léa den Empfang beim Training vor Ort. Auch im Alltag auf der Straße war das Interesse an der Trainingsgruppe aus Deutschland groß: „Wir konnten uns vor lauter Verehrern kaum retten und fühlten uns ein bisschen wie Hollywoodstars sich fühlen mussten“, erzählt Léa über die Begegnung mit den Chinesen, die als große Deutsche mit langen, blonden und  lockigen Haaren bewundert wurde.


Tom beeindruckte besonders der Kontrast zwischen der Altstadt und der modernen Stadt Shanghais: „Während in der Altstadt die Straßen schmal waren und es eher ruhig zu ging, war das neue Stadtzentrum das genaue Gegenteil: breite Straßen, die komplett überlaufen sind, Hochhäuser und Geschäfte, wo man hinschaut sowie eine überwältigende Energie- und Lebensfreude, die man förmlich greifen konnte.“


Ein Höhepunkt der Reise stellte für die Gruppe ein Mittagessen auf einem Fernsehturm dar, der auf seiner mittleren Kugel ein Restaurant beherbergte. „Während man sich in 630 Metern Höhe am Buffet bediente und am Tisch saß, drehte sich die Kugel sehr langsam innerhalb von 2 Stunden um die eigene Achse, sodass man während des Essens einen kompletten Rundblick auf Shanghai genießen konnte“, berichten Léa und Henrike. Dabei war auch der Verzehr des Essens insgesamt weit nicht so, wie in Deutschland hierüber Vorurteile herrschen.  „Von Teigkugeln zum Frühstück bis Nudeln zum Mittagessen war hier alles dabei“, meinte Henrike über das Essen.


Auch wenn der Eindruck täuscht, so waren die angereisten Nachwuchsfechter aber nicht nur zum Vergnügen, sondern auch zum Training da. Tom und Léa erinnern sich dabei an ein sehr intensives Training, das ihnen nicht nur auf Grund der dort vorgefundenen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit alles abverlangte.  „Ich fühlte mich während der Dehnsessions richtig unbeweglich zwischen den kleinen Chinesinnen, obwohl ich nicht gerade zu denen zähle, die Probleme mit der Beweglichkeit haben“, fasste Léa das Training aus ihrer Sicht zusammen. Nachdem man sich an die Umstände gewöhnt hatte, profitierten am Ende aber alle Fechter von diesen intensiven Einheiten, sodass für alle Fechter die Reise kulturell, kulinarisch und sportlich eine vollumfängliche Bereicherung darstellte, die sie am liebsten jeder Zeit wiederholen würden.