Senioren-WM Stralsund: Doppel-Gold im Säbel/Bronze mit dem Degen

Zwei Mal Gold, dazu einmal Bronze, die Bilanz der deutschen Seniorinnen und Senioren kann sich auch am fünften Wettkamptag mehr als sehen lassen.

Fotos: Peter Endig

Am vorletzten Tag der WM in Stralsund sicherte sich zunächst Brigitte Greunke Gold in der Damensäbel-Entscheidung der AK 70. Über die Stationen Ellen O‘ Leary (USA/10:8) und Brigitte Martin (Frankreich/10:7) focht sie sich in das Finale und machte das dann zur klaren Angelegenheit. Mit 10:2 setzte sich die Waldshuterin gegen Susan Hurst aus den USA durch, sorgte damit für den zweiten WM-Titel für das deutsche Team in der Hansestadt Stralsund.

Das ist Spitze, was Brigitte hier erreicht hat. Diese WM-Medaille ist die Krönung einer außergewöhnlichen Laufbahn im Seniorenbereich“, so Delegationsleiter Harald Lüders. Mit dem Erfolg von Stralsund hat Brigitte Greunke inzwischen mehr als 100 Medaillen bei nationalen und internationalen Meisterschaften erfochten. Eine Leistung, die man ihr so schnell wohl kaum nachmachen wird.

Gut 20 Minuten später erkämpfte Frederike Janshen im Damensäbel der AK 50 Gold Nummer drei für die deutsche Equipe. Die Bergedorferin besiegte im Finale Maria Jose Badura aus Spanien klar mit 10:4. Im Viertelfinale hatte sie in einem rein deutschen Gefecht Christine Zoppke-Donaldson (Hamburg) mit 10:2 hinter sich gelassen, danach Jane Hutchison (Großbritannien) mit 10:7 bezwungen.

Das war eine starke Leistung“, lobt Harald Lüders. „Sie hat mentale Stärke gezeigt, im Finale ihre Gegnerin von Beginn an dominiert. Der Titel war, wie auch bei Brigitte Greunke, mehr als verdient“, fügt er hinzu. Christine Zoppke- Donaldson reihte sich in dieser Altersklasse auf Position acht ein, Steffi Raskop (Mannheim) und Bärbel Athenstedt (Leipzig) belegten die Plätze23 und 25.

In der AK 70 wurde Annegret Hamann aus Dortmund Neunte, Heidrun West (Wilhelmshafen) und Irina Bunn (Duisburg) fochten sich auf die Ränge 12 und 14.

Große Anerkennung zollt der Delegations-Chef zudem dem Tauberbischofsheimer Marco Longo, der im Herrendegen der AK 50 Dritter wurde. Er musste sich erst im Halbfinale dem Italiener Luca Magni mit 8:10 geschlagen geben, lieferte bis dahin einen bemerkenswerten Wettkampf ab. „Angesichts des starken Teilnehmerfeldes mit fast 90 Athleten ist das eine großartige Leistung“, erklärt Harald Lüders. Guido Quanz aus München wurde in diesem Wettbewerb Zehnter, Gerald Hinz (Elmshorn) 14-ter, Roman Christen belegte Position 22.

Knapp am Podium vorbei rauschten die deutschen Florettfechterinnen in der Team-Entscheidung. Stefanie Reese, Karla Seeliger, Christa Szymanski, Astrid Kircheis, Eva Schlede und Bärbel Gorius trafen bereits auf den Top-Favoriten und späteren Weltmeister Frankreich, dem sie trotz aufopferungsvoller Gegenwehr am Ende mit 20:30 unterlagen. Für wurde es am Ende Rang fünf im Gesamtklassement.

Im Damensäbel der AK 60 zogen sich Karin Jansen (Hannover), Margit Budde (Hamburg) und Viola Richter (München) achtbar aus der Affäre.

Das war erneut ein phantastischer Tag. Inzwischen haben wir das Ergebnis von Limoges aus dem Vorjahr übertroffen, uns deutlich gesteigert. Und es liegt ja noch ein Wettkampftag vor uns“, so die abschließenden Worte von Harald Lüders.

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