Fotos: Eddy Kellen

Vize-Militärweltmeister Kleibrink


Am zweiten Wettkampftag der Einzelwettbewerbe bei den 46. Militär-Weltmeisterschaften in Nancy standen die Entscheidungen im Damendegen und Herrenflorett auf dem Programm.

 

Im Herrenflorett wurden die Deutschen Farben vom Hauptgefreiten Benjamin Kleibrink, Stabsunteroffizier André Sanita und Unteroffizier Alexander Kahl vertreten. Dazu gesellte sich der Degenspezialist Hauptgefreiter Rico Braun, der spontan für seinen gesundheitlich angeschlagenen Kameraden Hauptgefreiter Fabian Braun, das Florett übernahm.

Ähnlich wie im Damenflorett am Tag zuvor, war auch bei den Herren bereits die Vorrunde für alle ein hartes Stück Arbeit mit durchwachsenen Ergebnissen. Dennoch konnten sich alle vier Sportsoldaten für den 32er Direktausscheid qualifizieren. Hauptgefreiter Benjamin Kleibrink rückte mit Freilos direkt ins 16er vor. Stabsunteroffizier Sanita und Hauptgefreiter Kahl gewannen souverän im 32er. Hauptgefreiter Braun musste sich am Ende mit einem Achtungserfolg von 9:15 gegen Alexey Cheremisinov im 32er geschlagen geben und belegte den 20. Platz. Stabsunteroffizier Sanita verlor nach einem langen ausgeglichenen Kampf gegen den Brasilianer Guilherme Toldo mit 13:15 und Hauptgefreiter Kahl musste sich im deutsch-deutschen Duell seinem Kameraden Hauptgefreitem Kleibrink klar mit 6:15 geschlagen geben. Sie belegten am Ende die Plätze 16 und 11. Im Viertelfinale traf Kleibrink auf den an Nr. 2 gesetzten Italiener Lorenzo Nista. In einem technisch und spannenden Gefecht behielt Kleibrink am Ende die Oberhand und gewann 15:13. Das Finale erreichte er mit einem Arbeitsieg von 15:13 gegen den Toldo Bezwinger Guillaume Bianchi aus Italien. Im Gefecht um Gold zeigte Kleibrink, auch nach verhaltenem Start, bis zum letzten Treffer des 9:15 sein bestes Fechten. Sein Kampfgeist und auch das wirkungsvolle und kameradschaftliche Coaching von Stabsunteroffizier Sanita wurde am Ende eines langen Tages mit dem Titel des Vize-Militärweltmeisters belohnt.

Im gut besetzten Teilnehmerfeld vom Damendegen, gingen Oberfeldwebel Monika Sozanska und Stabsunteroffizierin Ricarda Multerer für die deutsche Equipe an den Start. Beide wurden nach ihrer gut gefochtenen Vorrunde auf eine aussichtsreiche Position im Tableau der letzten 32 gesetzt. Allerdings ereilte Oberfeldwebel Sozanska das Pech, direkt gegen die stärkste Soldatin im Teilnehmerfeld, Olena Kryvytska (aktuell Nr. 5 der Welt) zu treffen. Bis zum Ende des zweiten Drittels konnte Oberfeldwebel Sozanska gut mithalten, doch am Ende gewann sie mit 15:12. Sozanska belegte am Schluss Platz 17. Stabsunteroffizierin Multerer war hingegen erfolgreicher und gewann ihr 32er sicher mit 15:12 gegen die Polin Blanka Blach. Im 16er schaffte sie es leider nicht an ihren Sieg anzuknüpfen und hatte gegen Roberta Manzani aus Italien mit 7:15 das Nachsehen. Am Ende belegte sie einen soliden 14. Platz. 


Delegationsleiter Hauptmann Uli Döring fasste das Tagesgeschehen wie folgt zusammen: „Ich freue mich total über den Erfolg von Benny. Er hat den ganzen Tag super gefochten und sich von Gefecht zu Gefecht gesteigert. Aber auch alle anderen Jungs und Mädels haben ihr Bestes gegeben und die Platzierungen gehen am Ende in Ordnung. Vor allem der Ausflug von Rico in die Welt des Florettsfechtens war auch für unseren Teamspirit ein voller Erfolg. Ab morgen laufen die Mannschaftswettbewerbe und ein Blick auf die Setzlisten stimmt mich zuversichtlich, dass wir auch dort mit Medaillen rechnen dürfen."