Weltklasse-Gefechte und Promi-Spaß

Erstmals siegreich beim Bayer-Fecht-Cup war die Nationalmannschaft der Niederlande nach einem Finalsieg gegen das Herrenteam des Gastgebers TSV Bayer 04.

Im Halbfinale gelang den Gastgebern mit Jens Pfeiffer, Falk Spautz, Robert Styn und Schlussfechter Christoph Kneip ein gefeierter knapper Sieg gegen die Deutsche Nationalmannschaft. In der Neuauflage des Finales aus dem Jahr 2010 gegen die Niederländer um Vizeweltmeister Bas Verwijlen konnte das TSV-Team dann aber nicht wie vor zwei Jahren den entscheidenen Treffer landen. Bas Verwijlen war für die Niederländer (Verwijlen, Tristan Tulen, Siebren Tigchelaar) regelrecht erleichtert, nun im sechsten Anlauf erstmals den Pokal zu gewinnen.

In der Damenkonkurrenz musste das TSV-Team ohne die Top-Fechterinnen Britta Heidemann und Marijana Markovic bereits im Viertelfinale eine Niederlage hinnehmen. Gegen die späteren Zweitplatzierten des OFC Bonn unterlagen die Bayer-Fechterinnen Alexandra Ndolo, Jaqueline Huptas, Julia Morawietz und Lina Schneider nur knapp mit 43:45 Treffern und belegten nach weiteren Siegen einen guten fünften Platz. Im Finale siegten die erstmals beim Bayer-Fecht-Cup angetretenen und favorisierten Fechterinnen der Deutschen Nationalmannschaft mit Monika Sozanska, Ricarda Multerer und Melinda Kövecs.

Ein Highlight wurde den Zuschauern in der Smidt-Arena dann im Anschluss beim Prominenten-Fechten geboten. Unter Anleitung von Olympiasiegerin Britta Heidemann und der ehemaligen Nationalmannschafts-fechterin Claudia Bokel traten zwei Teams an, deren weitere Teilnehmer eines gemeinsam hatten: gefochten haben sie zuvor noch nie! Ulrike Nasse-Meyfarth, Fabian Hambüchen, Linda Stahl, Ole Bischof, Heinrich Popow und Steffi Nerius bekamen hinter den Kulissen eine kurze Einweisung. Sie alle hatten schon hier sichtbar Spaß. Im Mannschaftskampf traten dann zweimal die Weltklassefechterinnen Heidemann und Bokel gegeneinander an, aber für noch größere Aufregung sorgten an diesem Tag etwa die Gefechte von Paralympicssieger Popow gegen Steffi Nerius, die den Degen nicht werfen durfte. In einer kleinen Einlage wurde sie aber später auf die Fechtbahn geworfen von Judoka Ole Bischof. Er war auch der Schlussfechter für das „Team Claudia“, konnte aber trotz entschlossener Angriffe gegen Turner Fabian Hambüchen nicht mehr den Sieg des „Teams Britta“ verhindern.