WM Budapest: Ebert und Sauer erreichen Achtelfinale


Im Damenflorett gab es zwei Top 16 Platzierungen und im Herrendegen eine Platzierung unter den besten 40.

Leonie Ebert (FF Werbach) schließt als beste deutsche Fechterin den Wettbewerb im Damenflorett auf Platz zehn ab. Im Achtelfinale unterlag sie, nach einer spannenden Aufholjagd, gegen die Russin Adelina Zagidullina 13:15. „Ich habe das Gefecht in der Mitte abgegeben und habe es nicht mehr geschafft ranzukommen. Ich habe gut gefochten und bin zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Ebert nach dem Gefecht. Ebert schlug in der 64er Direktausscheidung die Französin Solene Butruille (15:12). Die Werbacherin setzte sich überlegen im Duell gegen die Lokalmatadorin Aida Mohamed 15:3 durch. Die zweite Florettfechterin an diesem Tag, Anne Sauer (FF Werbach), beendet die Weltmeisterschaft auf Platz 14. Sauer sicherte sich einen Platz im Hauptfeld, durch eine Vorrunde ohne Niederlagen am Dienstag. Die Sportsoldatin gewann ihr erstes Gefecht gegen die Koreanerin Song Oh Chae (13:10). Auch im anschließenden Kampf gegen die Russin Korebeynikova konnte sie sich, trotz zwischenzeitlichen Ausgleiches, ungefährdet durchsetzen (15:10). Im Viertelfinale gegen Lee Kiefer (USA), momentan auf Rang sechs der FIE-Rangliste, kam ihr keine zündende Idee, wie sie gegen die Amerikanerin gewinnen könnte und verlor 5:15. „Mit dem Gefecht bin ich nicht zufrieden, aber mit dem gesamten Verlauf der WM schon. Von der Vorbereitung bis jetzt habe ich mich gesteigert und das war mir wichtig“, sagte Sauer.Am Sonntag geht es für die beiden Fechterinnen zusammen mit Eva Hampel (FC TBB) und Carolin Golubytskyi (FF Werbach) dann im Mannschaftswettbewerb weiter. „Die Gefechte im Achtelfinale und im Viertelfinale werden schwer, aber mit der richtigen Einstellung und Vorbereitung können wir es weit schaffen“, sagte Ebert. 

„Wir brauchen es nicht schönreden, dass Ergebnis ist nicht zufriedenstellend“, sagte Bundestrainer Mario Böttcher nach dem Ausscheiden vom letzten verbleibenden Degenfechter Stephan Rein (Heidenheimer SB). Dieser schaffte es als einziger Fechter sich mit seinem Vorrundenergebnissen direkt für das Hauptfeld zu qualifizieren. In der 64er Direktausscheidung traf er auf den Russen Sergey Bida. Schon zu Beginn geriet Rein in einen Rückstand, den er bis zum Ende nicht mehr aufholen konnte. Er kämpfte um jeden Treffer, doch er verlor 10:15. „Die Fechter sind alle nicht zufrieden mit ihrer Leistung, sie sind jetzt motiviert alles im Teamwettbewerb zu geben“, sagte Böttcher. Neben Rein werden Lukas Bellmann (TSV Bayer Leverkusen), Richard Schmidt und Nikolaus Bodoczi (beide FC Offenbach) in der Mannschaft starten. Die Wettkämpfe im Herrendegen starten am Sonntag.