WM Budapest: Ernüchternder Start


Am ersten Tag der Wettkämpfe bei den Weltmeisterschaften in Budapest ging es für die Fechterinnen und Fechter im Damendegen und Herrensäbel darum einen Platz unter den letzten 64 zu bekommen, um auch am Haupttag starten zu können. Für das deutsche Team gestaltete sich der erste Wettkampftag allerdings als ernüchternder Start.

Mit dem Damendegen ging es heute beim wichtigsten Wettkampf in der Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele los. Für das deutsche Team traten Alexandra Ndolo, Alexandra Ehler, Ricarda Multerer (alle TSV Bayer Leverkusen) und Beate Christmann (FC TBB) an. Ndolo hatte mit ihrem Vorrundenergebnissen (fünf Siegen/ eine Niederlage) ein Ticket für die Hauptkämpfe am Donnerstag gezogen. Für die anderen Fechterinnen Christmann, Ehler und Multerer, die alle vier Siege und zwei Niederlagen hatten, ging es in die Vor-Direktausscheidungen. Ehler, die mit einer Verletzung an der Waffenhand angereist War, konnte gegen die Belgierin Vandingenen lange mithalten, verlor am Ende aber im Sudden Death (11:12). Christmann und Multerer gewannen ihre ersten Gefechte, hatten im zweiten Gefecht der Vorkämpfe dann aber das Nachsehen. Christmann verlor gegen die Venezolanerin Lugo (12:14) und Multerer gegen die Russin Khrapina (8:15). Damit hat sich im Damendegen nur die Drittplatzierte der EM in Düsseldorf, Alexandra Ndolo für das Hauptfeld qualifiziert. „Nur eine Fechterin unter den ersten 64 zuhaben ist nicht genug. Die drei Ausgeschiedenen haben nicht ihr bestes Fechten gezeigt, wir haben für mehr gearbeitet und sind auch für mehr hier angetreten. Bei Alex sieht man, dass da jetzt ein Knoten geplatzt ist. Sie ficht wieder wesentlich taktischer und technisch versierter“, sagte Bundestrainer Dominik Csobo.

Matyas Szabo, Benedikt Wagner (beide TSV Bayer Dormagen) und Björn Hübner-Fehrer (FF Werbach) sind in den heutigen Wettkampftag im Herrensäbel gestartet. Max Hartung, war auf Grund seiner Top 3-Weltranglistenplatzierung von diesen befreit. Wagner schaffte eine niederlagenlose Vorrunde und platzierte sich direkt unter den besten 64. Szabo (fünf Siege/eine Niederlage) und Hübner-Fehrer (vier Siege/ zwei Niederlagen) mussten in den weiteren Vorkämpfen antreten. Der Werbacher setzte sich gegen seinen Gegner aus Indien Singh deutlich 15:10 durch. Szabo bekam gegen den vermeintlich schwachen Gegner Low aus Hongkong zu Beginn direkt einen Rückstand und schaffte es nicht diesen aufzuholen. Er verlor 10:15. „Drei sind qualifiziert für den zweiten Tag, das ist einer zu wenig“, sagte Bundestrainer Vilmos Szabo, „Matyas hat nervös gefochten, nachdem er den Rückstand hatte. Im Säbel geht es manchmal leider sehr schnell, dass man in den Rückstand gerät und dann ein solches Gefecht verliert.“ Der Trainer sieht aber auch ein anderes Problem: „Diese Gegner kennen wir nicht so gut. Wir treffen selten auf sie und dann ist es schwierig gegen sie zu fechten. Wir haben uns das vorherige Gefecht zwar angeschaut, aber konnten daraus nur wenige Informationen ziehen“.