WM Budapest: Platz vier für die Herrensäbelmannschaft


Am zweiten Tag der Mannschaftswettbewerbe gab es die ersten Medaillenentscheidungen und die Vor-Wettkämpfe im Damenflorett und Herrendegen.

„Mit Platz Vier bin ich zufrieden, denn die Qualifikation für die Olympischen Spiele rückt für uns somit näher“, sagte Bundestrainer Vilmos Szabo und ergänzt, „Natürlich wäre eine Medaille toll gewesen“. Im Bronze-Gefecht gegen Italien geriet das deutsche Team mit Max Hartung, Benedikt Wagner, Matyas Szabo (alle TSV Bayer Dormagen) und Björn Hübner-Fehrer (FF Werbach) früh in Rückstand und den Fechtern geling es auch nicht die „Lampe anzumachen“. Nach seinem ersten Gefecht wurde Hartung ausgewechselt „Er hat einfach schwach gefochten, da musste ich ihn auswechseln“, begründet Szabo seine Entscheidung. Hübner-Fehrer, der die Gefechte zuvor nicht auf der Planche stand, ging mit voller Energie in den Wettkampf rein. Doch auch er konnte die erhoffte Wendung in diesem Gefecht nicht bringen. Allerdings machte der Dormagener Wagner ein 9:5 gegen den Italiener Berre‘. Er verringerte den Abstand von 14 auf zehn Treffer, doch seine Mannschaftskollegen konnten diese Leistung nicht mitgehen und verloren die nächsten zwei Gefechte. Im letzten Gefecht mit Schlussmann Wagner keimte noch mal Hoffnung auf, als Wagner auf fünf Treffer herankam. Nicht zuletzt, weil sein Gegner Curatoli mehrmals einen Frühstart hinlegte und drei rote Karten und somit Straftreffer bekam. Doch für den Sieg hat es nicht gereicht und die Europameister 2019 verloren 38:45. „Unser Minimalziel war das Halbfinale, das haben wir erreicht. Im Halbfinale gegen Korea zu verlieren ist keine Schande, aber wir haben nicht unsere beste Leistung gezeigt“, sagte Wagner. Im Halbfinale verloren die vier Säbelfechter 22:45. Das Viertelfinale gegen Russland dominierten die deutschen Fechter und siegten 45:43.

Im Damenflorett und Herrendegen ging es heute um die Qualifikation für das Viertelfinale am morgigen Montag. Die Florettfechterinnen Anne Sauer, Leonie Ebert, Carolin Golubytskyi (alle FF Werbach) und Eva Hampel (FC TBB) schlugen im Auftaktgefecht Argentinien (45:28). Um den Einzug ins Viertelfinale zu sichern, sollte ein weiterer Sieg gegen die direkte Konkurrenz aus Polen her. In diesem ausgeglichenen Gefecht konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Ebert übergab im letzten Gefecht mit drei Treffern Rückstand an Sauer, die alles versuchte, um die Niederlage abzuwenden. Doch die Angriffe brachten nicht die erwünschten Treffer, so dass das deutsche Team 31:37 verlor. In den Platzierungsgefechten neun bis 16 gewannen die Florettfechterinnen gegen Singapur (45:27), Ukraine (45:31) und Ungarn (45:40) und schließen die WM auf den neunten Platz ab. „Ich bin mit diesem Ergebnis nicht zufrieden. Wir haben das wichtige Gefecht gegen unseren Konkurrenten Polen für die Qualifikation für die Olympischen Spiele verloren“, sagte Bundestrainer Giovanni Bortolaso, „Aber es ist noch nichts verloren. Wir müssen das morgige Ergebnis abwarten und wie Polen morgen abschneidet, dann können wir sehen, wie sich die Situation für uns verändert hat“.

Das Herrendegenteam mit Richard Schmidt, Nikolaus Bodoczi (beide FC Offenbach), Lukas Bellmann (TSV Bayer Leverkusen) und Stephan Rein (Heidenheimer SB) schlug im Auftaktgefecht Niederlande (45:33). Im anschließenden Achtelfinale gegen Italien ging es in allen neun Gefechten sehr taktisch zu. Das deutsche Team blieb lange an den Italienern dran und versuchte einen Sieg und eine Teilnahme am Viertelfinale zu erreichen. Schlussmann Rein versuchte alles, scheiterte aber und verlor 31:39. In den anschließenden Platzierungsgefechten verloren sie gegen Ungarn (27:45) und die USA (42:43). Das letzte Gefecht gegen Venezuela gewannen sie und beenden das Turnier auf Platz 15.