Wuxi: Auch die letzte Medaillen Chance vergibt das deutsche Team


„Es ist das eingetreten, was eintreten konnte, was wir aber vermeiden wollten. Keine WM-Medaille“, sagte Sven Ressel nach dem letzten Tag der Wettkämpfe bei der Fecht-WM in Wuxi. Die Hoffnungen auf eine Medaille waren zu Beginn des Tages noch relativ hoch, als das Damenflorett Team bis zum letzten Gefecht mit Frankreich mithalten konnte.

Doch im letzten Gefecht stand die Vize-Weltmeisterin Ysoara Thibus vor Anne Sauer. „Wir hatten die Chance gegen Frankreich zu gewinnen und wir haben nicht schlecht gefochten. Wir kommen immer näher und das Team wird es schaffen, denn es glaubt an den Erfolg“, fasste Giovanni Bortolaso zusammen. In den Platzierungsgefechten verloren die Damen ihr Gefecht gegen Japan (36:45) und gewannen im Gefecht um Platz 7 gegen Russland.

Nah dran am Viertelfinale und so die Chance auf eine Medaille hatte auch das Team von Bundestrainer Uli Schreck. Nach einem klaren Sieg gegen Taipei mussten sich Peter Joppich, Benjamin Kleibrink, André Sanita und Alexander Kahl gegen China beweisen. Nach dem das Team früh in einen Rückstand kam, kämpften die Florettherren um jeden Treffer. Joppich gelang sogar der Ausgleich und eine ein Treffer Führung gegen den Chinesen Mengkai Huang. Doch Huang glich aus und es ging in die Verlängerung. Huang traf in die Vorbereitung von Joppich und sicherte so den Einzug ins Viertelfinale für China. In den Platzierungskämpfen belegte das Team den 15. Platz. „Es ist sehr enttäuschend heute gegen eine meiner Meinung nach nominell schwächere Mannschaft wie China zu verlieren. Wenn wir China nicht schlagen, werden wir es schwer haben uns für die Olympischen Spiele zu qualifizieren“, so Bundestrainer Uli Schreck.

Das Damensäbel-Team, bestehend aus Anna Limbach, Ann-Sophie Kindler, Julika Funke und Lisa Gette, ging heute ebenfalls an den Start. Das erste Gefecht gegen Singapur absolvierte das Team ohne Probleme. Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale mussten sie gegen Korea antreten. Die Koreanerinnen ließen den deutschen Damen keine Chance, auch wenn die Mannschaft bis zum Schluss kämpfte. „Auch wenn wir am Ende nur um die Plätze 9 bis 16 gefochten haben, hat das Team in keiner Sekunde aufgegeben. Anna ist den jungen Fechterinnen ein Beispiel gewesen und hat sich in jedes Gefecht reingehangen. Platz 11 ist am Ende ein gutes Ergebnis und hilft uns dabei weiter nach oben zu klettern und die Top 8 zu erreichen“, fasste Bundestrainer Pierre Guichot zusammen.

„Natürlich bin ich über das Ergebnis enttäuscht, aber wir müssen gemeinsam konsequent den Weg weitergehen, dass heißt wir müssen die Kräfte bündeln und die Trainingseinheiten noch stärker fokussieren. Im Nachgang der WM müssen wir gemeinsam mit den Bundestrainern die Situation analysieren und die ein oder andere personelle Besetzung diskutieren. Wir haben bei der WM ein paar junge Fechter dabeigehabt, die gezeigt haben, dass sie bereit sind. Diese jungen Athleten werden wir unterstützen ihren Weg im deutschen Fechtsport zu gehen“, zog Ressel als Resümee.

Ergebnisse:
Damenflorett

1. USA, 2. Italien, 3. Frankreich, 4. Korea, 5. Japan, 6. Kanada, 7. Deutschland, 8. Russland