Zwei Meisterschaften - ein Deutscher Meister
Nürnberg/Grünwald - Gleich zwei Deutsche Meisterschaften wurden in der Saison 2007/2008 durch bayerische Vereine ausgerichtet, die Deutsche A-Jugend Meisterschaft in Nürnberg am 24./25. Mai, sowie die Deutsche B-Jugend Meisterschaft in Grünwald bei München am 14./15. Juni, jeweils im Damen- und Herrensäbel.
Blieben bei der A-Jugend die großen Erfolge für die bayerischen Fechter noch aus, so war das heimische Starterfeld so groß wie nie zuvor: zehn Starterinnen im Damensäbel zeigen, dass der Nachwuchs im Damensäbel in Bayern präsent ist. Sina Pietrowski aus Würzburg überzeugte mit dem 11. Rang, Lena Lantenhammer und Anne-Katrin Reiners (beide TV Jahn Kempten) auf Rang 25 und 26 sowie Verena Emter vom Fechterring Nürnberg auf Rang 31. Somit hatten 4 bayerische Fechterinnen die Direktausscheidung der letzten 32 erreicht. Den Titelkampf entschied dann der KSC Koblenz unter sich, Solveig Kleber bezwang ihre Vereinskameradin Viola Kwidzinski mit 15:9. Melis Ercetin (Eislingen) und Lea Scholten (Dormagen) rundeten mit Bronze das Bild im Feld der 58 Starterinnen ab.
Bei den Herren hatten 81 Säbelfechter den Weg nach Nürnberg gefunden, darunter ebenfalls zehn Starter aus Bayern. Erfolgreichster Fechter war Joan Ubeda-Rodriguez (FC Fürth) auf Rang 17, gefolgt von Pierre Fritz (KTF München) auf Rang 26. Marc Münster (KTF München) und Tim Schacherl (FR Nürnberg) scheiterten in der 2. Zwischenrunde und erreichten den 39. und 43. Rang. Bemerkenswert das Ergebnis von Adam Domanski (FR Nürnberg). Der 12 jährige B-Jugendliche, über Platz 6 der bayer. A-Jugend Rangliste direkt qualifiziert, schaffte mit 2 Siegen in der Zwischenrunde einen hervorragenden 46. Platz.
Das Finale machte die TSG Eislingen unter sich aus: Florian Lehnert bezwang seinen Vereinskameraden Maximilian Kindler mit 15:6. Die Bronzemedaillen gingen an Richard Hübers (Solingen) und Alexander Weber (Dormagen).
Am Abend gab es dann ein gemütliches Abendessen in einem Traditionslokal in der Nürnberger Altstadt.
Im A-Jugend Mannschaftswettbewerb konnten die bayerischen Mannschaften im Herrensäbel (12. Startgemeinschaft München/Fürth und 13. FR Nürnberg) leider keine großen Brötchen backen. Die Goldmedaille ging verdient an Dormagen, gefolgt von TBB und Eislingen mit Bronze. Im Damensäbel schaffte die Startgemeinschaft Kempten/Würzburg den 6. Rang, die Mannschaft des FR Nürnberg Rang 11. Die Goldmedaille ging auch hier an Dormagen, Silber an Eislingen und Bronze an TBB.
Anders verlief die B-Jugend Meisterschaft in Grünwald. Hier waren die bayerischen Erfolge unübersehbar. Im Damensäbel gingen zwei Fechterinnen im älteren und vier im jüngeren Jahrgang an den Start.
Im älteren Jahrgang gewann Jennifer Barth (Göppingen) Gold, Lisa Freudenberger (TBB) Silber. Lea Ottenbacher (TBB) und Silvia Kolloch (TG Würzburg) freuten sich über Bronze.
Im jüngeren Jahrgang kam Laura Heigl auf Rang 10, Eva Hock auf Rang 14 (beide TSV Weilheim) sowie Sarah Schüngel (TV Garmisch) auf Rang 15. Die Goldmedaille ging an José Paternotte (TBB), Silber an Pol Popolzina (Rostock), Bronze an Nadine Fabian (Jahn Oelde) sowie Jessica Kainz (TBB).
Im Herrensäbel starteten im älteren Jahrgang 4 Fechter, im jüngeren Jahrgang 8 Fechter für Bayern. Im älteren Jahrgang erreichten alle 4 Starter die 32er Direktausscheidung. Tobias Schödlbauer (Nürnberger FC) und Maximilian Schmauss (TV Ingolstadt) mussten im Hoffnungslauf die Segel streichen und schieden mit Platz 26 und 31 früh aus. Anders Lucien Kästner (KTF München) und Andreas Falb (TV Ingolstadt).
Lucien Kästner erreichte im Siegerlauf das Viertelfinale, Andreas Falb über den Umweg Hoffnungslauf. Frederic Koch (Dormagen) machte Lucien's Medaillenhoffnungen jedoch einen Strich durch die Rechnung; der Dormagener entschied das Gefecht mit 10:6 zu seinen Gunsten. Andreas Falb geriet an den Deutschen B-Jugend Meister von 2007, Christian Jünger (Göppingen) und musste dem Können seines Gegners Tribut zollen und verlor mit 10:5. Schlussendlich Rang 5 für Lucien Kästner und Rang 8 für Andreas Falb. Die Goldmedaille gewann Tom Möller (Eintr. Dortmund), Silber Frederik Koch (Dormagen). Die beiden Bronzemedaillen gingen nach Göppingen für Thomas Görzen und Christian Jünger.
Auch im jüngeren Jahrgang erreichten alle bayerischen Teilnehmer sicher die 32er Direktausscheidung. Luis Ofenstein (KTF München) wurde 10., Joshua Schaaf (KTF München) 13., Jonas Heberling (TV Ingolstadt) 15., Vincent Bock (FR Nürnberg) 17., Maximilian Saller (TV Garmisch) 18. und Andreas Porombka (FR Nürnberg) 20. Direkt über den Siegerlauf in's Viertelfinale kam souverän Adam Domanski (FR Nürnberg), Kilian Hampel (TV Jahn Kempten) erreichte selbiges über den Hoffnungslauf. Dort trafen sich dann auch die beiden bayerischen Finalisten. Dieses Gefecht entschied Adam Domanski mit 10:6 zu seinen Gunsten und stand nun im Halbfinale gegen Domenik Koch (Dormagen). Problemlos mit 10:4 gewann er auch dieses Gefecht, sodaß er im Finalgefecht vor prominentem Publikum, Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl, die Präsidentin des BFV Martina Radl, BFV-Vizepräsidenten Markus Fuchs und Hartmut Butschkau sowie dem Fachbereichstrainer Säbel Jo Rieg auf der Hochbahn auf Frederic Zadow (Dormagen) traf. Hier bewies Adam seine Nervenstärke und bezwang den starken Dormagener am Ende mit 10:7.
Jubelnd wurde der Deutsche Meister Adam Domanski gefeiert.
Die Bronzemedaille gab es für Bastian Latzko (Eislingen) und Domenik Koch (Dormagen). Kilian Hampel (TV Jahn Kempten) wurde 8.
Im Anschluß an die Siegerehrung waren die Medaillengewinner zu einer VIP-Führung in den Bavaria Filmstudios eingeladen, die die Gemeinde Grünwald arrangiert hatte. Das hatte allen Beteiligten viel Spaß gemacht.
Im Länderpokal waren 2 Damensäbel und 3 Herrensäbelmannschaften für Bayern am Start. Die ersten bayerischen Mannschaften verpassten knapp die Bronzemedaillen und landeten in beiden Disziplinen auf Rang 4. Hervorzuheben ist der 7. Platz der Zweiten Herrensäbelmannschaft, die Hessen II in der 16er Direktausscheidung bezwang.
Im Damensäbel gewann Baden Nord vor Württemberg und Hessen. Im Herrensäbel siegte Württemberg vor Nordrhein und Mittelrhein.
Fazit: Die bayerischen Vereine haben sich große Mühe gegeben und beide Meisterschaften hervorragend organisiert. Dass in der B-Jugend 5 bayerische Fechter und Fechterinnen in den Viertelfinals zu finden waren, spricht für die fechterische Arbeit im Säbel in Bayern, die nicht zuletzt durch die gute Zusammenarbeit der Vereine untereinander erreicht wurde. Ein herzliches Dankeschön in dem Zusammenhang an den Säbelfachwart und Landestrainer Markus Fuchs, dessen unermüdlicher Einsatz für das Säbelfechten sehr lobend erwähnt werden muss sowie an die ausrichtenden Vereine FR Nürnberg und TSV Grünwald, die hier mit ihren Helfern tolle Eindrücke bei den Gästen hinterlassen haben.




