Hessen
08.07.2008 17:30

15 Jahre bis zur Marathon-Krone

Frauke Hohlbein vom Neusser SV gewinnt toll besetzten Degen-Marathon. Im Herrendegen geht der begehrte Pokal zum wiederholten Male nach Polen.

Wie auch schon im Vorjahr kommt der Sieger des 24. Heinrich-Hahn-Gedächtnisturniers vom polnischen Azs-Awf Wroclaw. Beim Darmstädter Degen-Marathon werden über eine Vor- und eine Zwischenrunde die Fechter in „Pools” eingeteilt, in denen jeder Fechter gegen alle anderen Teilnehmer seiner Poolrunde antreten muss. Kein Fechter scheidet aus. Dadurch hat nicht nur der Sieger, sondern jeder Teilnehmer bis zum Ende des Tages ca. 25 Gefechte zu bestreiten. Maciej Szumski, der im Vorjahr seinem Teamkollegen Michal Adamek im Herrendegen den Vortritt lassen musste, setzte sich in diesem Jahr an die Spitze des Feldes.

Die Tatsache, dass ihm 13 Siege aus 17 Gefechten zum Gesamtsieg reichten, spricht für ein ausgeglichenes Teilnehmerfeld im A-Pool. Die polnischen Fechter aus Wroclaw sind seit dem ersten Jahr traditionsgemäß beim Marathon-Turnier vertreten und stellten nach 1985, 1993, 1996, 1998, 1999, 2002, 2003 , 2004 und 2007 nun zum zehnten Mal den Sieger. Das ist Rekord. Szumski siegte vor Julian Jean-Baptiste vom FC TBB, bester Hesse wurde Daniel Türkis vom heimischen Darmstädter FC auf Rang 3.

Mit 87 Teilnehmern im Herrendegen starteten in diesem Jahr rekordverdächtige viele Teilnehmer, die in insgesamt fünf Pools eingeteilt wurden. Nur 2005 waren mit 90 Fechtern mehr Athleten am Start. Dies war auch das einzige Jahr im neuen Jahrtausend, in dem mit Thorsten Bayer vom FC Offenbach ein Hesse das Turnier gewinnen konnte. Dieses Kunststück gelang bis jetzt nur Norbert Kühn (damals SSG Bensheim) beim zweiten Marathon 1986 sowie Oliver Fröhlich (UFC Frankfurt) im Jahr 1995. Erfreulich auch die große Anzahl an DFB-Nachwuchsathleten, wie zum Beispiel Nikolaus Bodóczi (FC Offenbach), Rudolf Haller, Kristian Koper oder auch Jan-Lucas Erdmann (alle FC TBB).

Über den Sieg in der Mannschaftswertung freuen sich die Fünfkämpfer des SVMF Darmstadt. Steffen Gebhardt (Rang 4), Eric Walther (Rang 6) und Torsten Langner (Rang 12) platzierten sich allesamt im A-Pool und siegten vor dem Azs- Awf Wroclaw.

Bei den Damen wurde der Marathon zum 15. Mal mit insgesamt 44 Starterinnen ausgefochten. Ebenso oft war Gewinnerin Frauke Holhbein vom Neusser SV bereits dabei, sie gewann jedoch dieses Jahr zum ersten Mal und setzte sich im Stichkampf mit 5/4 gegen Dabrowa Katarzyna aus Wrocalw durch, nachdem beide Damen die gleiche Anzahl an Siegen aufzuweisen hatte.

Auch bei den Damen belegte die beste hessische Starterin Jennifer Sandmann (FC Offenbach) Platz 3 vor ihren Mannschaftskolleginnen Sabrina Stahlberg und Dagmar Tschendel auf den Plätzen 4 und 5.

Dagmar Tschendel war die Siegerin des ersten Damenmarathons und jetzt nach15 Jahren zum ersten mal wieder dabei. Angesichts dieser Platzierungen wird schnell klar, dass auch die Mannschaftswertung nach Offenbach ging und somit in Hessen bleibt. Zweiter wurde wie auch im Herren-Wettbewerb die polnische Mannschaft aus Wroclaw.

Dass so viele Gefechte bei derart zahlreichen Teilnehmern in einem ordentlichen Zeitfenster und mit wenig Wartezeit absolviert werden konnten, verdanken die Athleten der guten Turnierleitung. Der Vorsitzende des Darmstädter Fechtclubs Dr. Harald Lüders lobte: "Ich habe in meiner fechterischen Laufbahn bisher noch kein so exzellent organisiertes Turnier gesehen - dafür danke ich allen Helfern und besonders den Turnierleitern Jan Tränkner, Christian Grotti und Paul Pfister.“

 

Die Bilder zeigen Frauke Hohlbein beim Siegtreffer sowie die Siegerehrung der Herren (Bilder: Paul Pfister)

Cover der aktuellen Ausgabe des fechtsport-Magazins
Slideshow image
Wissensmanagement
zum Online-Service-Portal des DFB
Wettkampfkalender und Ergebnisse
Wettkampfmeldungen online tätigen
Deutsche Ranglisten
Ranglisten der Landesfachverbände
Biographien der Athleten
Foto-Galerie
Woche des Fechtsports