Qu-B Turnier in Offenbach
Nur die Deutsche Meisterin kann Sabrina Stahlbergs Heimsieg vereiteln
Beim nationalen Damendegen Junioren Turnier in Offenbach machte die hessische C-Kader Athletin Sabrina Stahlberg einen großen Schritt Richtung Junioren-EM. Hilfe bekam sie dabei von der heimischen Offenbacher Kulisse, mit deren Hilfe Sabrina im gut besetzten Feld von 109 Starterinnen das Finale erreichen konnte.
Von Anfang an konzentriert schaffte Sabrina die Vorrunde ohne Niederlage und auch in der Zwischenrunde musste sie lediglich einmal passen, als sie Eva Kurz vom FC TBB mit 3/5 unterlag. Ihre anderen fünf Gefechte gewann die Offenbacherin problemlos und setzte sich damit an Platz 5 der Setzliste für das 64er K.O.
Hier setzte sie ihren Weg unbeirrt Richtung Finale fort und eliminierte ihre Konkurrentinnen Janine Weis (SV Waldkirch, 15/11) und Sina Dostert (OFC Bonn, 15/11). Im 32er K.O. folgten teilweise deutliche Siege gegen Britta Schmid (HDH, 15/11), Katrin Stolze (TSG Heidelberg-Rohrbach, 15/7) sowie Carola-Mariola Gazalka (WMTV Solingen, 15/6).
Im Viertelfinale traf Sabrina auf Laura Kieslich (TV Hagen, 1860), die mit 15/11 geschlagen wurde und das Halbfinale entschied sie noch deutlicher gegen die gut aufgelegte Stephanie Suhrbier (FG Segeberg) mit 15/7 zu ihren Gunsten. Suhrbier, die vor drei Wochen den Deutschen Meistertitel der A-Jugend gewinnen konnte, teilt sich den 3. Platz mit Cheryl Jahn vom OFC Bonn.
So standen sich im Finale die alte-, und die neue Deutsche Juniorenmeisterin Renata Miller (Heidenheim) gegenüber. Sabrina Stahlberg hatte dabei die lautstark anfeuernden Offenbacher Anhänger im Rücken. Unbeeindruckt dessen legte Renata im ersten Drittel stark vor – woraufhin Sabrina kaum noch Chancen hatte, das Gefecht zu drehen. Die Heidenheimerin ließ sich ihren Vorsprung schließlich auch nicht mehr nehmen und gewann das Finalgefecht mit 15/11, dabei sammelte sie 16 wertvolle Ranglistenpunkte. Den Finalsieg ihrer Konkurrentin kommentiert Sabrina sportlich gelassen: „Im ersten Drittel war mein Rückstand schon so groß, da hatte ich gar keine Chance mehr gegen so eine gute Fechterin wie Renata diesen aufzuholen. Dennoch bin ich sehr zufrieden und da ich gut mit Renata befreundet bin gönn ich ihr den Sieg sehr.“
Und auch von Enttäuschung war bei Lokalmatadorin Sabrina Stahlberg nichts zu spüren:
„Erst einmal bin ich wirklich sehr zufrieden mit meiner Leistung vom Wochenende. Da ich ja in den letzten Wochen kaum Zeit für das Training hatte, besonders wegen dem Abitur. Mir war das Ergebnis gar nicht so wichtig. Im Vordergrund stand wirklich erst einmal, dass ich stabil fechte und mir genau überlege, was ich auf der Bahn mache und das hat wirklich sehr gut geklappt. Über das ganze Turnier hinaus hab ich konstant gut gefochten bis zum Finale.“
Allerdings bedauert sie dabei, dem heimischen Publikum nicht den erhofften Turniersieg verschafft zu haben: „Schade war es nur für die Offenbacher Zuschauer, die mich wirklich sehr schön angefeuert haben.“




