Welt Cup in Malchow – Top Event der Extraklasse
Vom 17.01. bis 21.01.2008 war Malchow, eine Kleinstadt in der Mecklenburger Seenplatte, Gastgeber des ersten deutschen Welt Cups für Rollstuhlfechter.
In nur zehn Wochen schafften es der Müritz Sportclub Waren, die Klinik Malchower See, die Stadt Malchow und der Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern e.V. einen Welt Cup mit Rekordbeteiligung (116 Sportler aus 21 Ländern) in hervorragender Qualität zu organisieren. Mit im Organisationsteam war auch die Rollstuhlfechterin Daniela Rossek, die mit ihren vielen internationalen Erfahrungen einen großen Anteil am Kommen so vieler Sportler hatte. Dieser Welt Cup war die letzte internationale Möglichkeit Weltranglistenpunkte für eine direkte Qualifikation zu den Paralympics Peking 2008 zu sammeln. So waren dann auch alle Welt Cup Gesamtsieger 2007 und alle Top Ten Fechter der aktuellen Weltrangliste angereist, um sich im fairen Wettkampf zu messen.
Während Daniela Rossek durch Organisationsstress und vor heimischem Publikum Nerven zeigte und über die Plätze 12 im Degen und 16 im Florett nicht hinaus kam, hatte Simone Briese Baetke mehr Glück. Im Degen unterlag sie lediglich der amtierenden Paralympicssiegerin aus Thailand Jana Saysunee mit 3:15 und sicherte sich somit die Silbermedaille in der Kategorie B. Dies sollte die einzige deutsche Medaille in Malchow bleiben, denn im Florett konnte sie diesen Erfolg nicht wiederholen. Zarife Imeri erreichte im Degen einen 15. und im Florett einen 14. Platz. Im Mannschafts-Degen-Wettbewerb gelang Zarife Imeri, Daniela Rossek und Simone Briese Baetke nur der undankbare 4. Platz. Guido Pelzer und Stephan Palenta fieberten ihrer ersten Welt Cup Teilnahme entgegen. Enttäuscht vom eigenen Abschneiden, aber wann kämpft man schon gegen so eine „geballte Ladung“ Spitzensportler, kehrten beide mit vielen Wettkampferfahrungen und gestärktem Selbstbewusstsein nach Hause zurück. Christian Andree konnte sein selbstgestecktes Ziel, die Erreichung der nationalen Qualifikationsnorm, leider nicht umsetzen.
Alle Anwesenden hochrangigen Mitglieder der IWAS und des IWFC, sowie des deutschen Fechterbundes waren voll des Lobes über die geleistete Arbeit der Organisatoren und sie äußerten den Wunsch, einen Welt Cup im Rollstuhlfechten in Deutschland zu etablieren.
An fast alles war gedacht: neben den hervorragenden Wettkampfbedingungen fuhr permanent ein Shuttle zwischen Quartier und Sporthalle, Physiotherapie und Rollstuhlservice, Mannschaftsbetreuung durch Dolmetscher, fachlich versierte Moderation der Finalkämpfe durch Uwe Bartmann wurden ebenso organisiert, wie eine Kinderbetreuung, denn die Wettkämpfe fanden in einer Sporthalle mit Zuschauertribüne statt, die besonders am Nachmittag bei den Finalkämpfen und anschließenden Siegerehrungen sehr gut besucht waren. So kamen Dank eines sehr gut umgesetzten, auf Öffentlichkeitsarbeit orientierten Marketingkonzeptes und der Medienpartnerschaft mit Presse und Norddeutschem Rundfunk, täglich mehrer hundert Zuschauer.
Das gemeinsame Abendessen im Haus des Gastes „Werleburg“ mit anschließender Show waren allabendlich, neben den hochkarätigen Wettkämpfen, Highlights des Wettkampfes. Besonderen Beifall fand der Folkloreabend Mecklenburg-Vorpommern und die Modenschau gastgebender Rollstuhlsportler. Als besonderes Geschenk erhalten im Nachhinein alle Teilnehmer eine DVD mit allen Höhepunkten des ersten deutschen Welt Cups im Rollstuhlfechten in Malchow, denn ein Filmteam begleitete die gesamte Veranstaltung.






