Christian Andree für die Paralympics nominiert
Zehn Jahre gemeinsame und harte Trainingsarbeit liegen hinter ihnen, aber sie hat sich für Helga Winckelmann und ihren Schützling Christian Andree gelohnt: Der 18-jährige Rollstuhlfechter ist für die Paralympics in China nominiert worden.
Es brauchte einige Zeit, bis das Nachwuchstalent Christian Andree vom FC Tauberbischhofsheim die frohe Botschaft realisiert und in sich aufgenommen hatte, dass der große Traum tatsächlich in Erfüllung gegangen ist: Er gilt als die deutsche Fechthoffnung bei den Paralympics in Peking. Als einziger deutscher Rollstuhlfechter wird der 18-jährige Schüler der Realschule in Arnstein im Main-Spessart-Kreis die deutschen Farben in China vertreten. Die Nominierung erforderte eine gewaltige Umstellung von ihm und seiner Umgebung, denn plötzlich tauchten zahlreiche Repräsentations- und Presseverpflichtungen in seinem Terminkalender auf. „Wir haben zehn Jahre lang darauf hingearbeitet, jetzt ist es Wahrheit geworden,“ freute sich seine Trainerin Helga Winckelmann, die gleichzeitig dem Verein, weiteren Trainern und den Trainingspartnern für die großartige Unterstützung dankte.
Bereits in Athen 2004 zeichnete sich bei den deutschen Rollstuhlfechtern der Generationenwechsel ab und mit Christian Andree steht nun einer dieser neuen Generation parat. Stefanija Jurisic, die Cheftrainerin Rollstuhlfechten, räumt ihm bereits bei seiner ersten Paralympics-Teilnahme Chancen auf einen Platz unter den besten Acht ein: „Christian hat bei den letzten Weltcups gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist!“
Insgesamt werden 170 Deutsche Athleten bei den Paralympics in Peking um die Medaillen kämpfen. Ira Ziegler, die Fachbereichsvorsitzende Rollstuhlfechten im Deutschen Rollstuhl-Sportverband, hätte natürlich gerne mehr Athleten am Start gehabt, aber „ich freue mich sehr, dass sich mit Christian ein junger Athlet für die Spiele in Peking qualifiziert hat und wünsche ihm, dass er seine sportlichen Ziele für Peking erreicht und dass seine ersten Paralympics auch persönlich zu einem großen und unvergesslichen Erlebnis werden.“
Für Christian Andree vom Fecht-Club Tauberbischofsheim hat sich damit der größte aller sportlichen Träume erfüllt: Der erst 18-jährige Rollstuhlfechter aus dem unterfränkischen Hausen hat jetzt noch intensive Trainingseinheiten vor sich, die gründliche Vorbereitung steht im Mittelpunkt, bevor er dann an den diesjährigen Paralympics vom 6. bis 17. September in China teilnimmt.




