Gemeinsam erfolgreich: Neustart gestalten!


Seit heute sucht der Deutsche Fechter-Bund einen neuen Sportdirektor. Damit wird auch personell ein wichtiges Zeichen für einen strukturellen Umbruch im DFB gesetzt. Dazu erklärt die Präsidentin Claudia Bokel:

„Bei den Neuwahlen des Präsidiums beim Fechtertag im März 2022 wurde eine neue Satzung verabschiedet, in der die Rolle des Sportdirektors im Deutschen Fechter-Bund deutlich gestärkt wird. Seit dem Fechtertag hat sich das Präsidium an die Arbeit gemacht, die sportlichen und administrativen Strukturen zu analysieren und zu verbessern. Wie bei vielen Verbänden im Deutschen Sport stehen die ehrenamtliche Führung eines von Landesverbänden getragenen Spitzenverbandes mit den professionellen Strukturen im Leistungssport in einem Spannungsverhältnis. Genau dieses Spannungsverhältnis wollen wir weiterhin aktiv angehen und gestalten. Folgende Maßnahmen haben wir bereits angestoßen:

  • Einen außerordentlichen Fechtertag am 5. Februar bei dem die finanzielle Basis des DFB gestärkt werden soll. In der neuen Satzung ist vorgesehen, dass wir eine hauptamtlich beschäftigte Verwaltungsleitung benötigen, die die sportliche Leitung unterstützt. Zusätzlich benötigen wir Mittel, um den Fechtsport dort zu unterstützen, wo es keine öffentliche Förderung gibt. Beispielhaft sei hier die Unterstützung von Nachwuchsarbeit in den Vereinen und Landesverbänden genannt.

  • Die Kommunikation mit den Landesverbänden, die den DFB tragen, muss wieder auf Augenhöhe stattfinden. Ein regelmäßiger Austausch gehört ebenso dazu, wie die bessere Außendarstellung des DFB.

  • Mit Tobias Kirch konnten wir, dank zusätzlicher Bundesmittel, einen zusätzlichen Leistungssportreferent gewinnen, der den DFB mit neuen Impulsen unterstützen wird.

  • Nach zwei Olympischen Spielen ohne Medaille für den Deutschen Fechter-Bund (Rio 2016 und Tokyo 2020) und dem Start der Qualifikation für Paris 2024 sehen wir auch für die gesamtsportliche Leitung neue Impulse als notwendig an. Der oder die neue Sportdirektor/-in kommt dabei sowohl satzungsgemäß als auch in der Zusammenarbeit mit dem Präsidium eine Schlüsselrolle zu. Probleme müssen von der sportlichen Leitung frühzeitig und offen angesprochen werden, bevor es zu Fehlentwicklungen kommt.

  • Die Bundesstützpunkte wollen wir im Hinblick auf ihre Wirksamkeit evaluieren. Dies wird aber kein Schnellschuss, sondern ein Prozess mit allen daran Beteiligten.

Wir sind sehr optimistisch, dass zusammen mit allen Beteiligten im DFB, ein solcher Neuanfang gewollt positiv gestaltet werden kann. Sowohl Trainerinnen und Trainer, die Landesverbände aber auch die hauptamtlichen Mitarbeitenden für den DFB sind motiviert und offen für Veränderungen. Ehrenamt und Hauptamt sind dabei kein Gegensatz, sondern ergänzen sich im Idealfall und profitieren voneinander. Damit kann das Fechten in Zukunft in seiner Gänze gewinnen.“