Herrensäbel-Team holt Weltcup-Silber


Neues Herrensäbel-Team in Tiflis auf dem Podium

Beim ersten Weltcup konnte das neu geformte DFB-Quartett der Säbelherren im georgischen Tiflis direkt punkten: Nach einem fulminanten Halbfinalsieg gegen Italien mussten sie sich nur gegen hochfavorisierte Koreaner mit 45:38 geschlagen geben.

Das neue Herrensäbel-Team um den Dormagener Matyas Szabo hat einen fast perfekten Einstand hingezaubert: Mit Frederic Kindler (Eislingen) und den Brüdern Raoul und Luis Bonah (beide Dormagen) gelang beim ersten Mannschafts-Wettbewerb direkt ein Durchmarsch bis ins Finale. Die DFB-Equipe konnte sich im ersten KO-Gefecht nach einem etwas verhaltenen Start im Verlauf des Matches gegen Polen mit 45:32 durchsetzen. Gegen die danach folgenden Iraner lag das deutsche Team bis zum drittletzten Gefecht zurück, Raoul Bonah konnte dann aber den Rückstand drehen, Kindler und Szabo hielten den knappen Vorsprung und führten die Deutschen mit 45:43 ins Halbfinale. Dort erwartete sie das starke Team aus Italien. Bis zum letzten Gefecht lag das deutsche Quartett in Rückstand, Szabo konnte Schlussfechter Luca Curatoli dann 10 Treffer abnehmen und mit 45:43 das Ticket für´s Finale klarmachen.

Im Finale gegen die an Platz eins gesetzten Südkoreaner konnten die DFB-Säbler lange mithalten, erst zum Ende des Gefechts setzten sich Bongil Gu, Sanguk Oh und Junho Kim gegen das junge deutsche Team ab und siegten mit 45:38.

„Eine fabelhafte Leistung“, kommentiert DFB-Sportdirektor Sven Ressel das Ergebnis. „Nach den Rücktritten der Altmeister Hartung, Wagner und Hübers hat Bundestrainer Vilmos Szabo ein aufstrebendes junges Team um Sohn Matyas zusammengestellt, das einen starken Eindruck hinterließ und ein erstes Ausrufezeichen auf dem internationalen Parkett setzen konnte. Es ist weiterhin mit dem deutschen Säbelfechten zu rechnen.“

Bereits im Einzel konnte sich Matyas Szabo in Tiflis weit vorn platzieren: Nach Siegen gegen den Japaner Yoshida und den Russen Kostenko wurde er erst vom Koreaner Kim knapp mit 15:13 ausgebremst und kam im Endtableau auf Platz 12 von 189 Teilnehmern. Frederic Kindler und Raoul Bonah konnten sich ebenfalls für das Haupttableau der letzten 64 qualifizieren. Kindler traf nach seinem Sieg gegen den Iraner Fotouhi auf Sanguk Oh, dem er mit 15:9 unterlag – Platz 29 am Ende für ihn. Bonah konnte sich nicht gegen den Amerikaner Mackiewicz durchsetzen. Nach einer 15:13-Niederlage wurde es am Ende Platz 38.

Ergebnisse Herrensäbel Team:

Platz 1: Korea
Platz 2: Deutschland
Platz 3: Russland