v.l. Nina Beck, Daniel Reiß, Roman Christen, (Fotomontage)

Neue FIE-Kampfrichter für Deutschland


Die Freude im Kampfrichterausschuss ist groß denn aus den Reihen der engagierten deutschen Kampfrichter, haben drei Kandidaten den erfolgreichen Qualifizierungsprozess und die Prüfung für die FIE-B-Lizenz an den vergangenen Tagen in Budapest bestanden.

Im Degen dürfen zukünftig Nina Beck (Bad Dürkheim) und Daniel Reiß (Leipzig) bei den internationalen Wettbewerben jurieren und Roman Christen (Tauberbischshofheim) im Florett. Damit die Kandidaten zur Prüfung der FIE-B-Lizenz zugelassen werden, müssen diese im Vorfeld ihre Leistung bei den Europäischen CC-Turnieren beweisen. „Man muss dort mindestens dreimal die maximale Punktzahl erreichen oder mehrfach mit einer Note 4 bewertet werden“ erklärt der Vorsitzende des Kampfrichterausschusses Peter Roth das strenge Zulassungsverfahren.

Einmal jährlich findet die Prüfung nur in Europa statt. Der Deutsche Fechter-Bund hätte nur zwei Kandidaten nominieren dürfen, „jedoch kam noch ein Nachrücker auf einen unbesetzten Platz“, wie sich Roth weiter freut, dass nun die Anwärter auch noch den schwierigsten Prüfungsteil in Budapest erfolgreich bestanden haben.

Die Prüfung, die über zwei Tage geht, setzt sich aus drei Elementen zusammen: Es beginnt mit dem schriftlichen Teil, in dem das Regelwerk abgefragt wird. Für die Kandidaten ist dann die Videoprüfung die schwerste Aufgabe. Nur kurze Sequenzen werden vorgespielt, „die der Prüfling dann bewerten muss, ohne in den Kampf richtig reinzukommen“, erklärt der Vorsitzende diese stressige Situation. Am zweiten Tag kommt dann der praktische Teil, wo in diesem Jahr u.a. mehrere Gefechte der ungarischen Nationalmannschaft vor den Augen der Prüfungskommission juriert werden mussten.

Neben den Gratulationen an die neuen FIE-Kampfrichter im Deutscher Fechter-Bund bedankt sich Roth auch für die nachweislich erfolgreiche Ausbildung und Unterstützung der drei Absolventen bei seinem Team im Ausschuss.