U23-EM: 2x Silber und 1x Bronze im Team-Wettbewerb


Damenflorett-Team und Herrensäbel-Team mit Silber, Degendamen holen Bronze

Phänomenaler erster Tag bei den Mannschafts-Wettbewerben der U23-EM in Tallinn! In allen drei Disziplinen des Tages konnten die deutschen Teams Edelmetall sichern.

Die Florettdamen mit Einzel-Silber-Gewinnerin Aliya Dhuique-Hein, Carlotta Sophie Morandi, Anne Kirsch und Pia Ueltgesforth (alle TBB) konnten sich nach ihrem Auftaktsieg gegen Österreich mit 45:35 im Halbfinale gegen die starken Polinnen durchsetzen. Bis zum vorletzten Gefecht lag das deutsche Team mit 8 Punkten in Rückstand, Morandi konnte dann aber eine unglaublich starke Aufholjagd gegen die Polin Jeglinska starten und übergab mit Gleichstand an Schlussfechterin Dhuique-Hein, die dann den 39:38-Sieg gegen Renata Tomczak einfuhr und damit das Team ins Finale führte. Die Finalgegnerinnen aus Frankreich mit Recher, Lacheray und Marechal konnten sich dann zwar mit 45:31 durchsetzen, aber ein starker Team-Auftritt sicherte dem Team von Bundestrainer Nachwuchs Denis Chernikov die verdiente Silbermedaille.

Die Säbelherren mit Antonio Heathcock (Eislingen), Bas Wennemar, Leon Schlaffer und Eric Simon Seefeld (alle Dormagen) zogen dann kurze Zeit später nach: Mit einem ungefährdeten Sieg gegen Spanien mit 45:33 konnten sie sich dann in einem Herzschlag-Halbfinale gegen die favorisierten Franzosen mit 45:44 das Ticket fürs Finale sichern. Gegen die Mannschaft aus Polen war es ein stetiges Kopf-an-Kopf-Rennen, die Polen konnten sich nicht wirklich absetzen und blieben ständig in Schlagdistanz. Mit 39:45 musste sich das DFB-Quartett am Ende geschlagen geben, hat aber mit ihrem großartigen Kampf gegen Frankreich gezeigt, dass mit diesem Team zu rechnen ist und sie zu Recht den Vize-Europameistertitel mit nach Hause nehmen.

Das Damendegen-Team mit Lara Goldmann, Laura Katalin Wetzker (beide Leverkusen), Viktoria Hilbrig (Heidenheim) und Klara Jaskulla (Leipzig) konnte dann der großartigen Tagesbilanz noch ein weiteres Edelmetall hinzufügen: Nach holprigem 45:40-Start gegen Finnland, das sie erst im letzten Drittel mit starken Gefechten drehen konnten, trafen sie im Viertelfinale auf das Team aus Estland. Beide Teams schenkten sich nichts, das Gefecht blieb bis zuletzt hochspannend mit glücklichem 45:43-Ausgang für die deutschen Damen. Das anschließende Halbfinale gegen Rumänien mussten sie zwar unglücklich mit 38:45 abgeben, konnten sich im kleinen Finale aber nervenstark gegen das französische Team behaupten. Dabei konnten sie in einer starken Teamleistung die Französinnen über alle Einzelgefechte hinweg auf Abstand halten und den gemeinsam erarbeiteten Vorsprung bei 45:39 am Ende mit Bronze belohnen.