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Emotionale Ehrung für Weltmeisterin Eifler in Dormagen

Der TSV Bayer 04 Dormagen hat Weltmeisterin Larissa Eifler vergangene Woche gebührend geehrt. In Eiflers ehemaligen Sportgymnasium fanden sich die Weltmeisterin und zahlreiche Gratulanten ein. Eifler trug sich ins goldene Buch der Stadt ein.

Der Ort der Zusammenkunft mit der Weltmeisterin, zahlreichen Persönlichkeiten und Gratulanten im neu gestalteten Silentium des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden hatte sich angeboten. Schließlich hatte die 27-Jährige an der Eliteschule des Sports und NRW-Sportschule Norbert-Gymnasium Knechtstedten ihr Abitur abgelegt und dort im Sportinternat gelebt.

Der Schulleiter, Dr Ervens, begrüßte die Frau des Abends sowie alle Gäste. Unter den Augen des Bürgermeisters der Stadt Dormagen, Erik Lierenfeld durfte sich Eifler ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Ihren Respekt vor Ort für ihre weltmeisterliche Leistung zollten Eifler unter anderem auch der DOSB-Vorstandsvorsitzender Otto Fricke, Staatssekretärin Andrea Milz; DFB-Präsident Benjamin Denzer sowie DFB-Sportdirektor Tobias Kirch, Bundestrainer Vilmos Szabo, Stefanie Schiffer vom Rhein-Kreis Neuss, Nicolas Limbach von der Bayer AG.

Für Eifler selbst habe sich die emotionale Veranstaltung wie eine Art “Full-Circle-Moment” angefühlt, zehn Jahre nachdem sie in das Internat gekommen sei. “Deswegen war der Ort so cool und ich bin mega dankbar, dass so viele für mich hierher gekommen sind und über die vielen guten Gespräche.”  Der Abend, so Eifler, habe auch den Standort Knechtstedten gestärkt. Sie verbinde deshalb die Hoffnung, dass auch Fechten weiter gestärkt werde. Einen Dank richtete sie an die Moderatoren Bennedikt “Peter” Wagner sowie Nicolas Limbachz

Für Staatssekretärin Andrea Milz ist der WM-Erfolg auch ein Beleg dafür, dass „Schule und Sport funktionieren können.“ Leidenschaftlich appellierte sie wenige Tage vor der Abstimmung über den deutschen Olympia-Bewerber an die Anwesenden, die Kinder hier so groß zu ziehen, dass sie „an den Olympischen Spielen teilnehmen können.“ Damit verband sie die Hoffnung, dass „unsere NRW-Bewerbung am 26. September in Baden-Baden überzeugt.“ Von der „feurigen Rede“ fühlte sich Moderator Benedikt Wagner besonders angesprochen: „Da kriege ich ja selber wieder Lust zu fechten.“

Larissa hat mit ihrem wahrhaftig historischen Erfolg als erste deutsche Säbel-Weltmeisterin bei den Senioren bereits heute einen Platz in den Sport-Gesichtsbüchern sicher. Die unglaubliche Energieleistung, die Eifler am 26. Juli in Hongkong vollbracht hat, macht eindrucksvoll deutlich, welch großes Potential in ihr steckt", sagte DFB-Präsident Benjamin Denzer. Der Motivationsschub für Eifler und das gesamte deutsche Fechten mit Blick auf Los Angeles 2028 sei immens.

Aus Sicht von Michael Scharf war Eiflers Gold auch so etwas wie Rückendeckung für den DFB mitsamt der Erkenntnis: „Wir können tatsächlich da oben angreifen.“ Ansonsten stellte der Direktor Leistungssport beim Landessportbund NRW die hervorragenden Bedingungen für den Leistungssport heraus: „Alles ist hier vor Ort. Und Stadt Dormagen, Rhein-Kreis und das Land unterstützen den Leistungssport. Darüber hinaus haben die Fechter Weltklassetrainer und mit Olaf Kawald einen Motor, dessen Lebenswerk darin besteht, den Standort zu entwickeln.“ Kawald überreichte Larissa Eifler eine Kiste, die für eine besondere Anerkennung steht: „In der Trainingshalle gibt es jetzt eine Larissa-Eifler-Fechtbahn.“