Niklas Uftring war bislang Geschäftsführer des Bayerischen Fechtverbandes und wird die Stelle als Leistungssportreferent im DFB Mitte Juni antreten. Der Wechsel erfolgt nach einer offiziellen Ausschreibung und einem internen Auswahlprozess.
Der 32-Jährige war bis 2017 als aktiver Fechter in den DFB-Nachwuchskadern aktiv und nahm an Europa- und Weltmeisterschaften der Junioren teil. Nach Ende seiner Laufbahn fungierte er als Kampfrichter und wechselte 2018 zunächst als Landestrainer fest zum bayerischen Verband, in dem er ab 2020 seine Funktionärslaufbahn als Leistungssportkoordinator begann.
Anfang 2024 erhielt er als Geschäftsführer das Vertrauen. Mit dem DFB stand Uftring seit Jahren durch diverse Arbeitsgruppen und Veranstaltungen in intensiven Austausch.
Sportdirektor Kirch: “In Deutschland anerkannter, absoluter Fachmann”
DFB-Sportdirektor Tobias Kirch sagt über die Personalie: “Ich habe Niklas Uftring als einen in Deutschland anerkannten, absoluten Fechtexperten kennengelernt und freue mich sehr, dass er ab Mitte Juni Teil unseres starken Teams sein wird.”
Mit Uftring habe der Verband in den vergangenen Jahren in seiner bisherigen Rolle sowie als Vertreter der Landesverbände in diversen Arbeitsgemeinschaften sowie im Sportausschuss “äußerst vertrauensvoll” zusammengearbeitet. “Er kennt den Verband, unsere Strategie und wird sich direkt zu 100 Prozent mit seiner großen Expertise einbringen können”, erklärt Kirch.
Präsident Denzer: Dank an Bayerischen Verband
DFB-Präsident Benjamin Denzer, der mit Uftring den Vertrag unterzeichnete, sagt: “Ich freue mich sehr, dass wir mit Niklas Uftring eine junge, kompetente Fachkraft engagiert haben, die mit einem großen Fechterherz ausgestattet ist.” Im Landesverband Bayern, aber auch in seiner Tätigkeit im nordbadischen Fechterbund und der IG Fechten Baden Württemberg habe er seit geraumer Zeit sein fechterisches Fachwissen unter Beweis gestellt.
“Sein Wechsel erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Fechtverband. In diesem Zusammenhang möchte ich dem Landesverband und seiner Präsidentin Birgit Anzenberger für die gute und reibungslose Kooperation danken”, erklärt Denzer. Mit Blick auf die zukünftige leistungssportliche Ausrichtung des Verbandes sei das eine ganz wichtige Personalie. “Niklas Uftring ist der richtige Mann, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle”, so der DFB-Präsident.
Uftring: “Inhaltlich und fachlich sehr gute Gespräche”
Uftring selbst sagt: “Der Austausch mit dem DFB und Sportdirektor Tobias Kirch besteht schon sehr lange und ist sehr intensiv gewesen. Wir hatten inhaltlich und fachlich sehr gute Gespräche im Vorfeld dieses Wechsels. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und werde diese mit voller Energie antreten.”
Drei Fragen an den neuen Leistungssportreferenten Niklas Uftring:
DFB: Was hat Sie zum Wechsel bewogen?
Nilklas Uftring: "Der bayrische Verband steht sehr gut da, wir haben sehr viel verändert in den vergangenen Jahren. Zeitgleich habe ich für mich eine neue Aufgabe gesucht. Ich stand mit dem DFB aufgrund unserer Arbeit seit einigen Jahren in Kontakt und konnte mir die generelle Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Diese Stelle hat mich nun so gereizt, dass ich mich beworben habe und es jetzt gepasst hat. Der Austausch mit dem DFB und Sportdirektor Tobias Kirch besteht schon sehr lange und ist sehr intensiv gewesen. Wir hatten inhaltlich und fachlich sehr gute Gespräche im Vorfeld dieses Wechsels.
DFB: Wie gehen Sie die Nachfolge und die Zusammenarbeit von und mit Christoph Kneip an, der nun die Hauptverwaltung leitet?
Uftring: "Auch mit Christoph Kneip bin ich bereits sehr lange im Austausch. Wir kennen uns aus anderen Rollen. Ich saß oft als ehrenamtlicher Mitarbeiter in Arbeitsgruppen, in denen er auch beteiligt war. Ich schätze in sehr. Er hat ein unglaublich großes Netzwerk und Fachwissen. Mein Ziel ist es, mein Netzwerk zu erweitern, eng mit ihm zusammenzuarbeiten und meine Stärken einzubringen.
DFB: Wie möchten Sie die Stelle angehen, was ist Ihnen wichtig?
Uftring: Mir ist Digitalisierung und Automatisierung sehr wichtig. Das ist ein großes Ziel von mir, möglichst viele Dinge, die wir im DFB selbst nicht mehr machen und anfassen müssen, im Hintergrund zu aktualisieren und zu automatisieren. Damit wir in der Leistungssportkoordination- und Verwaltung auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können. Außerdem ist mir die Nachvollziehbarkeit meiner Arbeit sehr wichtig. Ich möchte, dass jeder in meinem Umfeld weiß, woran er ist. Wie und auf welcher Grundlage Entscheidungen getroffen werden mit möglichst hoher Transparenz, damit wir sehr gut miteinander arbeiten und gestalten können.