Deutschland wird sich mit München um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 bewerben. Das ergab die Wahl bei der außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag. Die bayrische Landeshauptstadt gewann mit 91:50 Stimmen. Die nationale Bewerberkampagne für gemeinsame Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland firmiert nun offiziell unter dem Namen “Olympia in München - für Deutschland. StronGER Together”
Der DFB-Präsident Benjamin Denzer, der wie die Vizepräsidenten Reka Szabo und Dieter Lammer sowie Sportdirektor Tobias Kirch an der Versammlung teilnahm, gratulierte sowohl der bayrischen Fraktion mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an der Spitze. Denzers Dank galt gleichfalls dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU) sowie den Vertretern der bereits ausgeschiedenen Bewerberstädte Berlins und Hamburgs.
“Der Bewerberprozess hat deutlich gemacht, welch großes Potential in der Idee Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland steckt. Mit München wurde eine Bewerberstadt mit großem internationalen Renommee gewählt, die bereits Olympische Geschichte schreiben durfte", erklärte Denzer. Mit dem ,One-Village-Konzept` bestünde zudem die Chance, nachhaltige und für die Sportlerinnen und Sportler besonders attraktive Spiele zu gestalten, so Denzer. “Wie während des gesamten Bewerberprozesses steht der DFB mit Florett, Säbel und Degen geschlossen hinter der Deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele und wird mit München alles dafür tun, das Großereignis nach Deutschland zu holen”, bekräftigte Denzer.
Die DFB-Delegation nutzte die Gelegenheit überdies, um bei diesem hochkarätigen Treffen der deutschen Sportfamilie zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Organisierten Sport, der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu treffen.
Als besonders erfreulich erachtete DFB-Präsident Denzer die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch mit dem neuen Staatsminister für Ehrenamt und Sport, Ronald Rauhe, austauschen zu können. Dabei richtete der Minister gegenüber der DFB-Delegation seine Glückwünsche an die international erfolgreichen Athletinnen und Athleten des DFB um Säbel-Weltmeisterin Larissa Eifler aus. Während des Gesprächs vereinbarten beide Seiten, den Austausch in der nahen Zukunft zu intensivieren.
Eine besondere Ehre war zudem das Zusammentreffen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD). Dieser lobte insbesondere die erfolgreiche Entwicklung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Arbeit in den Vereinen und Stützpunkten Fecht-Deutschlands auf Regionaler-, Landes- und Bundesebene.
Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) hatte die Entscheidung der stimmberechtigten Mitglieder im Deutschen Olympischen Sportbund, welche die Bayerische Landeshauptstadt als deutsche Bewerberin für Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 gewählt hat, derweil als großen Vertrauensbeweis bezeichnet. „Unser Konzept hat nicht nur die Münchnerinnen und Münchner überzeugt, die sich bereits im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit hinter die Bewerbung gestellt haben. Wir dürfen stolz darauf sein, dass es nun auch die Unterstützung von Sportdeutschland erhalten hat. München und Bayern stehen für Spiele mit Herz und eine einzigartige internationale Strahlkraft.“ Die Stadt stehe darüber hinaus für eine Bewerbung, die auf vorhandene und bewährte Sportstätten setzt, auf kurze Wege, Nachhaltigkeit und vor allem auf die Begeisterung der Menschen. Herrmann: „Dass nahezu alle Sportstätten der Olympischen Spiele von 1972 noch heute genutzt werden, zeigt eindrucksvoll, wie olympisches Erbe nachhaltig gelebt werden kann.“