Tag 1: Am Mittwoch qualifizierten sich gleich sieben DFB-Starter für das Haupttableau
Kurz vor der WM hatte Säbel-Hoffnung Larissa Eifler das Vorab-Trainingslager in Peking gelobt und gesagt: “Die gute Vorbereitung hilft gegen die Anspannung vor so einem Großereignis.” (Lesen Sie hier einen Vorbericht zu allen Waffen). Nach der Vorrunde am Donnerstag in Hongkong lässt sich konstatieren: Eifler hat die Anspannung gut gemanagt. Die 27-jährige Sportsoldatin qualifizierte sich mit einer makellosen Vorrunde direkt für das Haupttableau der besten 64 Säbelfechterinnen der Welt, das am Sonntag ausgetragen wird.
Ihre Teamkolleginnen Felice Herbon (drei Siege) und Julika Funke (vier Siege) mussten sich später am Tag im Vortableau beweisen. Für Lena Stemper kam nach einem Sieg das Aus.
Herbon schafft Quali gegen höher gerankte Asiatin
Nach einem Freilos bekam es Herbon, selbst die Nummer 61 der Weltrangliste, mit der an 26 gerankten Südkoreanerin Jeongmi Kim zu tun. Herbon zeigte eine tolle Leistung, behielt in einem spannenden Gefecht die Oberhand (15:13) und zog unter großem Jubel der deutschen Delegation ins Haupttableau ein.
Funke, die Nummer 104 der Weltrangliste, behielt nach einem Freilos gegen das tschechische Talent Karolina Bechynova die Nerven (15:9) und folgte Herbon und Eifler in das Haupttableau.
Weltklasse-Gegnerin im Haupttableau - Bülau im Pech
Dort trifft Eifler als Nummer 33 der Welt auf die Polin Julia Cieslar (128 Weltrangliste). Herbon bekommt mit Sara Balzer (Frankreich, Nummer 9 der Weltrangliste) eine Welt-, Europameisterin und Medaillengewinnerin bei olympischen Spielen als Gegnerin. Funke misst sich mit Asienmeisterin Yui Sano (25 der Weltrangliste).
Enttäuschte Gesichter gab es im Lager der Degenherren. DFB-Talent Matthew Bülau, Jakob Stange, Lukas Bellmann und Marco Brinkmann schafften nicht den Sprung unter die besten 64. Nach einer starken Vorrunde mit fünf Siegen unterlag Bülau dem erst 17-jährigen türkischen Talent Doruk Erolcevik unglücklich mit 14:15.
Bellmann trotz Top-20-Sieg raus
Stange, Brinkmann (je vier Siege) und Bellmann (drei Siege) kämpften sich ebenfalls ins Vortableau. Bellmann erwischte eine schlimme Auslosung, präsentierte sich aber stark und besiegte die Nummer 17 der Welt, den Nordamerika-Meister Gabriel Feinberg 15:7. Gegen den nächsten Top-20-Athleten, Akira Komata aus Japan, war mit 10:12 knapp Endstation.
Brinkmann setzte sich zunächst gegen den Finnen Jaakko Paavolainen durch (15:10), unterlag dann der Nummer 32 der Welt Oleg Knysh aus den USA mit 12:15. Stange verlor gegen den Dänen Patrick Jorgensen (Weltrangliste 60) mit 12:15.